September 1475.
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er sei nicht schuldig, gepfändet zum Rechte zu kommen, so hat man beschlossen, das Schloß zugemeiner Eidgenossen Händen zu nehmen bis zu Austrag des Rechts. Ist der Lanz damit einver-standen, so soll dann jedes Ort, aus welchem Angehörige dort sind, mit selben verschaffen, daß sie dasSchloß zu gemeiner Eidgenossen Händen kommen lassen mit Allem, was darin ist, welche dasselbe dannunparteiisch besetzen und besorgen lassen wollen bis nach ergangenem Spruche. Zürich soll diesen Vor-schlag dem Lanz mittheilcn. O. Da die Gesellen zu Liebenfels Einige von Steckborn, welche wider die Eid-genossen schimpflich geredet haben, strafen wollen, wenn wir sie nicht selbst strafen, so hat man ihnen bedeutet,sie sollen dies unterlassen und nichts anfangen; die Sache berühre gemeine Eidgenossen, welche sie selbst>n die H,,nd nehmen wollen. Darauf hat man dem Landvogt Hanö Blum geschrieben, diejenigen, welchesolche Worte geredet haben, mit Recht vorzunehmen und zu strafen, wie das zu Eonstanz beredet ist.
Auf Klage des Martin Falk, der vom jungen Schnelbog verwundet worden ist, wird dem altenSchnelbog geboten, innert Monatsfrist jenem Wirth- und Arztlohn abzutragen, wie er sich dazu verpflichtethat. Den jungen Schnelbog soll der Vogt von Zürich in den Aemtern, wenn er sich betreten läßt,ergreifen und nach Mcycnbcrg vor Gericht stellen. < . Der Stöße wegen zwischen den Schindern zuSarmenstorf und Hensli Moser soll die Sache anstehen, bis der Vogt Waldmann zu Land kommt, dannsoll er den Parteien vor die Eidgenossen Tag setzen, f. Man soll dem Erni Sünder schreiben, daß erden Brief löse, der von Rom gekommen ist, nach Sage des Abschieds; denn der Sitli will für seinenTheil den Brief lösen, p?. „Item als die Kotten von Bern vnd Lutzcrn von Zr Herren wegen an dieübrigen sechs Ortt gebracht, nachdem vnd sy mit einander« zu Granson, zu Orbcn vnd Zongcn imVeld gewessen vnd aber die sechs ort sy zusamen getan vnd etlich verkommst mit einandern gemacht,dz sich nieman fürschiessen sol, als sy den Kotten vf dem nechst vergangnen tag fürgchalten; da do etlichsbotten verantwurt getan vnd die antwurt geben, sy haben deHein gelüpt noch verbüntnis zusamen getan;wol haben sy sich vnderrett, dz sich nieman fürschiessen noch cnweg ziechcn söl; ob aber deHein ortt sichfürschiessen, dz sol doch den andern orttcn kund tun, sy haben aber darumb einandern weder bricff vndsigel geben; dz haben sy an Zr Herren bracht, die sömlichs frömd vnd vnbillich nimpt vnd erbarmet,Welten wol, es were nit beschechen, dann sömlichs in der cidgnosschafft vormalen nie beschechen, vnd woMan dz vor ie gebrucht, es wer etlichem ortt nit gut gesin, möcht noch, wo dz gebrucht sölt werden,der eidgnosschaft übel erschiessen. Doch wie dem allem sy neines gemacht vnd versprechen beschchen, dzMan das abtun; wo das beschicht, wcl man ein ding ein ding lassen sin vnd das farcn lausten. Sondder sechs orten botten heimbringen vnd den zwein ortten vmb sölich Zr begerung antwurt geben vff demnechsten tag, so von Eidgnossen geleist wird."
8RT.
Bern. R475, TS. vetober.
Ttaat»<irchtv Neri».
Erläuternder Beibrief zu dem Bunde zwischen Bern und dem Bischof von Wallis vom 7. Sep-tember vorher (Abschied 809).
„Wir Walthcr, von GotS Gnaden Bischoff ic., an einem, vnd wir SchulthcS, N«th vnd Bürger zu Bernam andern teilt, s Tnnd kundt allcrmcnklichcm In trafst dis vcrsigcltcn briefsö: Als wir dann HP kürzlich mit ein