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ihnen geantwortet: Wenn der Herzog unsere Eidgenossen von Lucern bitte, sich des Rechts zwischen ihmund Caspar Koller zu beladen und darum Tag zu setzen, so werden dann die, welche den Brief haben,ihrem Begehren entsprechen. I». Dieselben Räthe von Oesterreich haben erzählt, wie unser heiliger Vaterder Papst den von Freiberq zu einem Bischof von Constanz bestätigt und geboten habe, denselben füreinen Bischof zu halten. Das wolle der Herzog thun und verkünde das uns als seinen Zugewandten,mir dem Ersuchen, ein Gleiches zu thun. Nach den Antworten, die ihm unsere Boten zu Feldkirchgegeben, versehe er sich dessen zu uns. Wenn aber das Gerücht verbreitet werde, er, der Herzog, wolledes Stifts Schlösser und Lande zu seinen oder des von Freibcrg Händen mit Gewalt einnehmen, somöchte man das nicht glauben, denn es sei ihm solches nie in den Sinn gekommen. «. Die Rathe desvon Freiberg sind auch vor den Eidgenossen erschienen und haben erzählt, wie sich die Sache von An-fang an verlaufen habe, daß der von Freiberg schon Anfangs mit dem Bisthum versehen und dann in Folgeder Appellation neuerdings als Bischof zu Constanz bestätigt worden sei, wie seine Bullen beweisen undauch das Vreve des Papstes an die Eidgenossen melde. Er begehre daher, daß sie ihn als Bischofanerkennen, bei Vermeidung der schweren Bänne, die in den Bullen enthalten sind, und um ihrer SeelenHeil willen. Dagegen haben die Boten des CapitelS von Constanz erzählt, wie sie den Grafen Otto vonSonnenberg zum Bischof erwählt und ihre Botschaft nach Rom um Bestätigung gesendet haben. Wasihnen da begegnet ist, weiß jeder Bote wohl zu erzählen. Die Boten des Capitels haben auch schon vorRathen und Gemeinden erzählt, daß das Stift gegen das von dem von Freiberg erlangten Recht an denheiligen Vater und seine Cardinäle appellirt und gebeten habe, es bei seinem Wahlrechte zu schützen. Daraufist zwischen den Rüthen beider Theile mancherlei Unterhandlung ohne Resultat versucht und endlich einTag nach Schaffhausen aus St. Marien Magdalenentag (22. Zuli) angesetzt worden, um mit Hülfe etlicherFürsten, Herren und Städte die Sachen in ein besseres Wesen zu bringen. Den Orten der Eidgenossen-schaft, welche aus dem heutigen Tage ihre Boten nicht gehabt, sott auf dem Tag, welcher nächsten Sonntagstattfinden wird, das alles verkündet werden. «I. Gemeiner Eidgenossen Boten schreiben unter dem Siegelvon Zürich den 5. Zuni an Herzog Sigmund von Oesterreich: Nachdem er ihnen abgeschlagen, gegenHerrn Peter von Hewen um dessen Ansprachen an ihn einen gütlichen Tag zu leisten, habe Herr Peterals ihr Landsaße und als Bürger zu Wyl im Thurgau neuerdings sie angerufen, ihm nach Laut und Sagedes Berichts Recht zu verschaffen. Daö können sie ihm nicht abschlagen und fordern also den Herzognach Inhalt des angeführten Berichts zu Recht vor Bürgermeister und Rath der Stadt Constanz, welchedie Parteien beförderlich bitten sollen, sich der Sache zu beladen.
Zun. 1 475, 5,. Mai (Freitag nach der Auffahrt). Innsbruck. Herzog Sigmund ladet die Eidgenossen ein,auf Sonntag nach St. UrbanStag (28. Mai) ihre Boten nach Zürich zu senden. (Original auf Papier im Staats-archiv Luccrn.) — Zu a. Siehe auch Baseler OffnungSbuch V. 187. — Zu «I. Dieser Artikel ist anseinem Schreiben im k. k. geheimen Haus- und Staatsarchiv, abgedruckt bei OIiwol, Nonumouta, Iiabsburxioa I. I.S. 201 (Lichnowsky Vll. Regest 18K8) beigefügt.