März 1475.
527
778.
Bern. 1475, S. März.
llo ^»ln^insk Dopäcdo« äo« ^mk»88k»äonr« ^liianais, s. 48»
Gerhard Cerruti, Gesandter des Herzogs von Mailand, der am 22. Februar in Bern angekommenwar, wird an diesem Tag vor die Boten der Eidgenossen berufen, wo auf seine Vermittlungsanträgegeantwortet wird: Eine freundliche Beilegung der Anstände mit Savoyen wäre nicht unerwünscht; manwerde darüber die angekündigten Boten der Herzogin von Savoyen anhören und dann nach Gutfindenhandeln. Auf sein Begehren, man möchte vor deren Ankunft nichts gegen das Haus Savoyen unter-nehmen, wurde geantwortet, man werde thun, was die Ehre erfordere.
Bericht des Gerhard Cerruti an den Herzog von Mailand <t. ä. a. und 7. März, der sich anch Uber die Stim-mung in den eidgenössischen Orten verbreitet und die ani 24. Februar erfolgte Ankunft der französischen Gesandtenzu Bern meldet. Vergleiche ebenda S. 58 Nro. XVIIl, S. 70 Nro. XXII.
77»
Zürich. R475, 5. März (vfs i^tar--).
Staatsarchiv Lucrrn! Allgemeine Abschiede, II. !>!>.
». Auf Mittwoch in den Qsterfeiertagen (29. März) sollen die Noten zu Ragatz sein, um die daöOberland betreffenden Geschäfte zu behandeln. I». Die Boten auf diesen Tag sollen instruirt werden,die Frage zu besprechen, ob man dem Grafen Eberhard von Sonnenberg die Gerechtigkeit, die er imSarganserland hat, abkaufen oder ob die Eidgenossen ihm die ihrige zu kaufen geben wollen. <?. Aufdenselben Mittwoch in den Osterfeiertagen sollen die sieben Orte Boten zu Frauenfeld haben, um eineOrdnung zu machen, wie es in Zukunft im Thurgau mit dem Reisen gehalten werden soll, sowie auchum diejenigen, welche noch nicht geschworen haben, zu beeidigen nach der Formel, mit der man denLeuten zugesagt hat sich begnügen zu wollen. Jedes Ort soll seine Boten verköstigen, damit die Kostenauf der Rechnung des Thurgau's nicht so groß werden. «I. Da bisher etliche Knechte aus der Eid-genossenschaft sich erhoben haben, um gegen unsere Feinde zu ziehen, dann aber den Bischof von Basel,sein Stift, den Markgrafen Rudolf von Hochberg, sämmtlich derer von Bern und Solothurn Burger, anLand und Leuten schädigten, so sollen alle Orte und die Zugewandten Vorsorge treffen, daß solches inZukunft unterbleibe. Auf nächstem Tag soll man diesfalls weitere Antwort geben. Auf das schrift-liche Erfordern des Kaisers und das mündliche Anbringen seines Boten, des Grafen Hug von Montfort,des Zuziehens wegen zum Heere des Kaisers vor Neuß, ist dem Grafen Hug geantwortet und gemeldet,was wir Bund und Eidgenossen in Oberburgund gethan haben und wie wir seitdem in offenem Kriegestehen und stets gewärtig sein müssen, vom Herzog von Burgund hoch beschädigt zu werden, wie auch dieFürsten und Städte der Vereinigung in gleichem Falle seien. Man hat daher den kaiserlichen Boten dringendersucht, dem Kaiser solches vorzubringen und ihn zu bitten, daß er uns des Zuges nach Neuß erlasse. Dashat der Bote nicht thun wollen, sondern ist auf der Mahnung verblieben. Es toll daher jeder BoU dasheimbringen, damit man rathschlage, was zu thun sei, damit man nicht in die angedrohten Pönen falle.