September 1473.
». Bern berichtet, der Herzog von Mailand wolle in Sachen der Roßtäuscher u. s. w. einzig vordie Herzogin von Savoyeu zu Recht kommen. Das soll Jedermann heimbringen und darüber zu Rathwerden, I». Heimbringen, daß die von Mühlhausen an die Städte Bern und Solothurn das Begehrengestellt haben, hundert Knechte in ihre Stadt zu legen. «. Denen von Bern ist aufgetragen, dem Königvon Frankreich auf daö freundliche Schreiben, das er der Herzoge von Oesterreich und von Burgundwegen an die Eidgenossen gerichtet, zu danken und ihn einigermaßen über die obschwebcnden Verhältnissezu unterrichten. «I. Dein Herzog von Mailand will man schreiben, er möge sich mit den Roßtäuscher"gütlich vertragen oder mit ihnen zu Recht kommen nach Vorschrift der Capitel; man begehre darüberseine Autwort. «. Dem Untervogt in gemeiner Eidgenossen Remtern ist zu schreiben, daß er bei seinemEide sofort den Stapfer fange und nach Zug ausliefere, t. Unterwaldcn und Glarus sollen ihre Botschaft auf Freitag zu Nacht vor Dionysii (8. October) hier haben, derer von Appenzell und St. Gallen,auch des Abts von Casanova wegen.
Lucern. R47Z, i>. (Samstag Saut TioMtsenlag).
Ttaatsarcktv Vurern. Vucerner Abschiede !t. Ü.
Boten: Zürich. Cunrad Schwenk. Bern. Niclaus von Scharnachthal, Ritter. Lucern. Heinesvon Hunwyl. Uri. Walther in der Gasse. Schwpz. Dietrich in der Halden. Unterwaldeu. Clam'von Zuben. Zug. Hans Schmid. GlaruS. Vogt Tscbudi.
»». Albrccht von Reinach und Hans von Baldegg sollen bezüglich ihrer Späne aus ihre beidseitig"Freunde zu Recht kommen, Zürich soll ,hnen darum Tag ansetzen. I». Daß die von Zürich >ßve>"Burger, dem Kornfeil, geHolsen und etliche Leute von Weinfelden gefangen nach Zürich geführt habe"/gefällt den Boten der Eidgenossen übel; Lucern soll e«nen Boten dahin schicken, der Vogt im TblnK""soll mit demselben reiten, beide sollen mit denen von Zürich „treffenlich" reden, daß sie den Gefangenen <">>Tröstung loslassen und die Sache vor die sieben Orte zu Recht komme« lassen, r. Die von Brandis,ger zu Bern, haben daselbst Erklärung verlangt, ob man sie im Kriegsfalle mit Leib und Gut schirmen odersix ruhig sitzen lassen wolle. Man will die Antwort verschieben, bis man klarer sieht, wie sich die Sacht"entwickeln wollen. «I. Der Propst von Zürich hat auf diesem Tage als ein Bote des Herzogs vo"Mailand zwei Sachen angebracht: Erstlich, der Herzog von Oesterreich habe ihm den Antrag qemacbbsich mit ihm gegen uns zu verbinden; das habe er abgelehnt, denn die Eidgenossen seien seine g"^Freunde und haben mit ihm ewige Bünde, die er halten wolle. Zweitens begehre er, daß wir uns wcdtcmit dem Kaiser, noch mit dem Herzog von Burgund gegen ihn verbinden, noch sonst wider ihn sein mötlstt"'In diesem Falle wolle er, wenn wir es begehren, uns Leute oder Geld schicken und Leib und G»tunS setzen, «. Der Roßtäuscher und Anderer wegen, die Ansprachen an den Herzog von Mailandhaben, hat man dem Propste bemerkt: Da er so freundliche Worte vom Herzog gebracht, so möchte^nun auch als ein Bote so gütig sein, mit dem Fürsten zu reden, damit diese Sache gütlich ausgekragt"oder nach Sage der Capitel zu Recht vertädingt werde, auf daß den guten Worten auch die gutenfolgen; desto eher werde man geneigt sein, zu thun, was dem Herzog lieb sei. f. Lucern, Schwyz