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September 1473.
Knebel a. a. O. (nach welchem das Datum) giebt den Inhalt der Antwort, welche NiclanS von Dicßbachals Sprecher der eidgenössischen Boten dem Kaiser auf dessen Forderung gab. Uebcr die von den eidgenös-sischen Boten berichteten fernern Verhandlungen auf diesem Tage enthalten unsere Quellen nichts, doch stimmtdamit der Artikel k des Abschieds vom 22. September hernach (s. u. Absch. 71») llbcrcin. Siehe auch Bcr-ncr Rathsmanual XIII. 6». 1473, Samstag nach X«nnmpt,iorn« Nariv (21. August): Bern schreibt an dieEidgenossen, alle Orte möchten ihre Boten zu Basel haben nach dem Willen Kaiser Friedrichs. Deutsches Mis-sivenbuch »<>. — In der Aufzeichnung der Räthe des Herzogs Sigmund bei Chmcl, welchem dieser Abschiedentnommen ist, heißt es unmittelbar vorher: „Item zu Baden nach H. Bilgri Handlung ist Herr N. von Bubcnbcrgzu vuserm Herrn Margraf Earlc komm, mit im geredt von ains tags wegen zwischen dem huse von Ocstcrrich, auchvnserm Herrn Herzog Sigmund und gcmaineu aydgcnossen. Ist au die K. M. bracht, die hat den Tag für sich genBasel lassen sezen vud fürnemen, doch in form vnd maiuung, das die aydgcnossen dem hus von Ocstcrrich sollen wider-kcren, als denn das durch den von Bubcnbcrg geworben ist. — Bern schreibt wieder Sonntag vor Bartholoms (22. Au-gust) : Der Kaiser habe die in Folge des Tages ihm durch Adrian von Bubcnbcrg gemeldete Antwort gnädig aus-genommen und begehre, mit den Eidgenossen zu Basel Tag zu leisten, daher sie ihre Boten dahin senden möchten.Nach Chmcl a. a. O. I^VI, I,VII reiste König Friedrich, der etwa den 3. September in Basel angekommen war,am ». wieder ab. — Ein von eidgenössischer Seite, wahrscheinlich in Folge dieser Eröffnung gemachter Gegenvorschlag,der in das Spätjahr 1473 zu fallen scheint, findet sich in nachfolgendem undatirtcm Entwürfe (StaatsarchivLucern, Acten Oesterreich):
„Sid wir Eydgnossen vns vff den abscheid des tags zu Einsidcln noch nit gemeint Hand, darum vnserm Herr»von Costcnz antwurt zegcbent, habent die Kotten, so vff dem tag Zürich gewesen sind, für sich sclbs in dem aller beste»vnd vmb fürderung der fach gcrattschlagct:
Das sich Herzog Sigmund verzigc für sich, sin Erben vnd nachkomcn aller Stctt, schloß, land, lütt, hcrlikc»vnd gerechtikcit, so die Eidgnosscn Inn Hand, vnd aller ansprach, so er zu Inen hat oder meint zc haben.
Das man sich vndcrretti vmb ein vstragcnlich Recht, ob dcwcdrcr teil als die sinen zu dem andern zesprechc»hett oder gewun, das man ein gemein sürdcrlich Recht hctte.
Von der hilff wegen, das je ein teil dem andern,' ob er de« begeren wurde, die ncchsten sechs Iar, yc des I»^einen zug dicnti mit inj" mannen in sinen costen hie dishalb dem Arlibcrg, als Witt Herzog Sigmunds gcbiett la»'gcnt. Vnd ob der teile, dem die hilfs beschcchen were, nach vsgang des zugs mer hilff bcgertc, Stett oder schloß ^besetzen old ze belegen,, das Im die von dem andern teile och geuolgte, doch das der begcrcnd teile die dann in st»"'costen hielt. Wie yettwedcr teile den andern vmb sölich hilff ze mancn haben vnd wie lang der zug in des cgnaute»kosten were. Wer Hann vorzcbehaltcn sy, wider den solich hilss nit beschcchen sölt.
Vmb die andern artikel bedücht die botten, das daran nit souil gelegen wer, dann wurde man in discn cinö, steinte man sich in denselben och, wenn man zc tagen käm.
Hierum sol man vff Zinstag zc nacht nach saut Simon vnd Indastag zu Lntzcrn sin vnd morndcS aiitw»^geben, was jcklichs ort will sin welle, vmb dz vnserm Herrn von Costcnz sürcr geantwurt werde, als er die ictz gc»»^dcrt hat."
Lucern soll das auch an Unterwaldcn verkünden, damit selbes ebenfalls Antwort gebe.
Vergleiche jedoch hiezu Zellweger in, Archiv für schweizerische Geschichte V. S. »» und oben Abschied 6»2,nach welchem man dieses Stück auch als einen Gegenvorschlag zu dem Projcct des Bischof« von Constanz »>'d ^Grafen von Ebcrstein vom 12. August 1472 betrachten könnte.