438
Januar 1473.
geben; auch derer von Schaffhausen wegen. «I. „Item von der reiferen wegen sol iegklich ort mit densinen verschaffen, das nieman in kein frömden krieg louffen sol vnd besunder das nicman zu dem vonHagenbach old sinem Hern louff nach qestalt der dingen. Vnd wo feman darüber enweg ziechen, dasda iegklich ort gewalt haben sol, zu denen zu griffen vnd die heissen wider heim zu schweren vnd by demeyd in kein frömden krieg zu gan ane sinev Herren gunft, weissen vnd willen. Vnd dz ist allenthalbenverkünt, vnd die von Bern sond dz den von Solloturn, Friburg, Sanen vnd dem Vogt von Badenvuch schriben, sömlichs zu verschaffen angentz.«
Zu e. Die Acten des hier angesetzten Tages fehlen,
«»5
I47Z, TT. Januar (Freitag vor Pauli Oonvarsionin).
Archiv Nidwalden.
Boten: Zürich. Cunrad Schwend. Lucern. Rudolf Schiffmann und Peter Tammann. UrsHans Fries. Schwyz. Cunrad Kupferschmid und Cunrad Jacob. Zug. Hans Schell. Glarus-HanS Blum.
Ammann, Rath und gemeine Landleute zu Nidwalden hatten dem Caftellan zu Saanen, NiclausBaumer< Bürger zu Bern, einige Güter, die er in Nidwalden besaß, in Haft gelegt, weil er sie nichtnach Landesrecht an sich gebracht habe und zudem dem Lande für den Schaden und die Kosten haftb^wäre, welche er, wider sein Versprechen, der Ehefache des Ulrich Ammann und der Margaretha Zelg^wegen sich nichts anzunehmen, dein Lande durch Anheftung eines römischen Bannbriefes an dessen Kirchszugefügt habe. Bern dagegen behauptete, sein Burger sei denen von Nidwalden nichts schuldig; u>"ungichtige Sachen aber Einen ohne Recht des Seinigen zu entweren, verbiete ihr Bund. Die Güter Z"Nidwalden hätte er nicht wider das Landrecht, sondern in Versetzungs- und Pfandesweise an sich gebrachtdie Nidwaldner sollen ihm also das Seine ledig lassen und ihn mit Recht anlangen, wenn sie glaube"etwas an ihm zu fordern zu haben. Die streitigen Parteien hatten obgcnannten Schiedrichtern den Ent-scheid anvertraut und diese sprachen : 1. Alle der Sache wegen erwachsene Unfreundschaft soll todt u"dab sein. 2. Der genannte Baumer soll dem Land Nidwalden an die geforderten Kosten 70 rheinischGulden geben und dieselben bis St. Johannstag zu Sungichten nächstkünftig bezahlen. 3. Dagegen sot^"die von Nidwalden dem Baumer die verhefteten Güter freigeben, ihn und seine Diener und Boten sicd^im Lande wandeln und seine Zinse, Schulden :c. einziehen und rechtfertigen lassen.
Pergamentene Urkunde, von Rudolf Sqiffmann und Peter Tammann Im Namen Aller besiege».
Diese Urkunde findet sich unter dem Datinn 147», Freitag nach Antonii (22. Januar), auch im Luccr»^RathSbuch V. ll. 2l!7, was darauf schlichen läßt, daß die Verhandlung in Luccrn stattfand.