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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
Entstehung
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September 1471.

«8«».

>471, wahrscheinlich September oder Oktober.

Staataarchiv Lucer»! Allgemeine Abs»l«de, k, 1t,

Anbringen der kaiserlichen Boten in Betreff der auf dem Reichstag zu Regenöburg verabschiedetenTlirkenhülfe:

Das anbringen vnsers gnedigcn Herren von Kur vnd grass Hugcn von Montfort, von vnscrs Herren, des»u-scheu Kciscrs, wegen." Sic klagen Über den Absall und die Bedrängnis, welche der Türke der Christenheit zufüge,und dessen Fortschritte gegen Deutschland hin. Deshalb habe der Kaiser sich nach RcgenSbnrg verfügt »nd mit denFürsten, Herren, Städten ic. dcS Reichs in Betrachtung der jedem Christenmcnschen obliegenden Pflichten folgenden Amschlag für eine Türkcnhülfe gemacht, damit die Ungläubigen ans den kaiserlichen Landen, die sie erobert haben, wiederverdrängt werden mögen: Jeder Fürst soll seinem Cammer-Einkommen nach eine Anzahl Bolks zu Roß und zu F»ß "ein Jahr stellen und dem obersten Hauptmann mit selben gehorsam sein. Alle Prälaten, Grasen, Ritter, Knechte, Städteund Commune» sollen von allem ihrem liegenden »nd fahrenden Gut von je 100(1 Gulden Hanptguts einen Gcwapp^ncten zu Roß oder zwei Mann zu Fuß auf ein Jahr stellen. Wer keine ZinSgültcn, Liegenschaften und dergleichen haßsoll von der Baarschast, mit der er Handel oder Gewcrb treibt, 25 Gulden für 1 Gulden jährlicher Gült angeschls^"und aus diese Weise berechnet, von 1000 Gulden Hanptguts einen Gewappneten zu Roß oder zwei Mann ZUstellen. Wer Baarschast hat und damit keinen Gewerb treibt, ist frei. Jeder Handwerksmeister soll, wenn er ke>»zinsbares Gut, noch einen Fond für sein Handwerk besitzt, mit einem Ort cincö rheinischen Guldens jährlich »nd ff"jeden seiner Knechte mit 82 Denaren in dem Anschlag begriffen sein. Taglöhner gebe» des Jahres 18 PfenningsJederEhalt" (Haushaltung) gicbt von dem Dicnstgeldc, das ihm seine Herrschaft des JahrcS versprochen, von cim'l"Gulden 2 Pfenninge u. s. w. Daraus haben die kaiserlichen Gesandten begehrt, die Eidgenossen möchten diese» Ansehtannehmen und dem Kaiser beförderlich eine Anzahl Volkes zusende». Auch haben sie angezeigt, daß für die Reichstagin Schwaben ein gemeiner Friede gemacht sei; ferner würden sie gerne an einer ewigen Richtung zwischen dem Ka'ff^dem Herzog Sigmund und gemeinen Eidgenossen arbeiten.

Diesem Anbringen der kaiserlichen Räthe ist im Abschicdbuch folgender Beschluß der Räthc von Luccrugetragen: (1471, 25. Octobcr.)Vfs fritag vor klimoni« vt, 4u<1» upo«<.olor,u,r auno i.xxjs sind minc Her""Rctc vnd Hundert zu Rat worden vnd Hand die Sach abgcslagcn vnd wöllcnt dem Kcyscr weder lüt noch gclt sch'^"'wan Sy mcyncnt, dz vnscr Herr, der Kcyscr, von Gottes gnaden sich an lüten vnd sundcr an gut wol souil vcrn'sg-dz er dem Türken mit sampt des heiligen NichS fürstcn, Herren vnd Stetten an denen enden gesessen wol ein widerstandt tun mag ane vnser hilfs, wan wir den dingen zu arm vnd den fachen zu wit gesessen sind, wie wol wir alsarm lüt vnd gehorsame des RichS, wan dz zimlich vnd gelegen wcrc, dcS heiligen Richs crc gern fürdcrn vnd crist^lichcn glauben beschirmen helfen wöltcn".

Vergleiche Müller Geschichte der Schweiz IV. 042, Note 412.

«81.

Jttingen. 147 >, 4. December (St. Barbaratag).

Staatsarchiv Lucrr» i Allgenitlne Absäiltde, N. SS,

2m Namen und Auftrag gemeiner Eidgenossen Boten vergleichen Heinrich Wyß, Burger zu Alir'ch-Hug von Hegi, Arnold Anderhalden, Landvogt im Thurgau, Hans Egger, Landammann, und H""