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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
Entstehung
Seite
266
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Zgg September 1453.

sitt vff sich vnd liwev jeglichen - als vff liebhaber des rechten veranlasset vff sölich meynung, das durchüwern rechtlichen spruch erkennet vnd im rechten vßfündig werde, ob semlich burgkrecht vnd büntmfsemit allem Zrem Innehalten fürwerthin in krefften bcstan, beliben vnd von vnS vnd vnsern ewigen nach-kommen gehalten solle werden nach sag deS burgkrechtbrieffeS darüber gemachet, oder nit, vmb deS willen,daS wir gegen Gott, dem almechtigen, vnsere ConcienS vnd gewissenheit hiedurch entladen vnd für-werthin von menglichem in söllichen fachen vnersuchet, ouch ane vermissen vnd nachred bester baß bestenvnd beliben mögen, alles nach Innehalt deS anlasseS, deS wir vnS beid Stett diser fachen halb nstteinander« verfangen Hand w. zc." Die Schiedrichter, nachdem sie sowohl den Vertrag zu Murten,deS datum wiset: Geben In der Statt Murten in dem huS der Herberg zu dem Swarzen adlcr Indem boumgarten desselben huses an dem sechSzehenten Tag deS manodeS HöwetS In dem Jar von dergeburt Cristi Tusent vierhundert vierzig vnd acht Zar, in der eilften Judicien" (16. Juli 1448), wo-durch daS bestandene Burgrecht zwischen Bern und Freiburg kraftlos und aberkannt wurde, als auchden Burgrechtbrief,deS datum wiset: Geben vnd beschach biß ze Louppen in der kilchen an dem DonMnechst vor Sant Martinstag deS heiligen Bischvffs deS JarS als man zalt von CriftuS geburt Tust"vierhundert vnd drei Jar" (8. November 1403), worin gesagt wird, daß beide Städte für sich und ihreNachkommen daS Burgrecht auf ewig eingegangen und beschworen haben, eS zu halten, so langStädte stehen, und von demselben unter keinem Vorwand und auf keine Weise wmalS abzugehen ^sich gelegt, gelesen und weiser Leute Rath eingeholt, sprechen einmüthig zu Recht auf ihren Eid : D"daS Datum deS VurgrechtbriefeS demjenigen deS Vertrages zu Murten um viele Jahre vorgeheälter sei, so möge die genannte Richtung zu Murten das Burgrecht in keiner Weise abthun nochNichten, sondern daS genannte Burgrecht zwischen den beiden Städten Bern und Freiburg soll vonan mit allen seinen Punkten und Artikeln auf ewige Zeiten unverbrüchlich gehalten werden, wie stonach Inhalt deS VurgrechtbriefeS gelobt, besiegelt und beschworen haben.

Pergamentene Urkunde mit de» anhangenden Siegeln der vier Schiedrichter und de« Obmann^-

Lucern. m November.

Die Acten fehlen.

1453, Montag nach Francisci (8. Octobcr). Rothenburg am Neckar. Mechtild, Erzherzogin von Oestersgeb. Pfalzgrafin bei Rhein, sendet ihren Rath Marquard von Baldegg an Luccrn,etwz fachen an üch ze werben ^

1453, Montag vor Sanct Martin (5. November). Rothenburg am Neckar. Mechtild, geb. PfalzgräfinRhein, Erzherzogin zu Oesterreich, bittet durch ihren Rath Marquard von Baldcgg die auf dem Tage zuversammelten Eidgenossen, einige Briefe, die auf Elsaß, Suntgau, Breisgan und die Herrschaft Hohenberg

haben, ihr herauszugeben.

Zwei Originalbriefe auf Papier. Staatsarchiv Lucern, Acten- Deutsches Reich. Oesterreich