August 1449.
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ab dem Zürcherberg, Hans Kanzler und Heini Ziegler, ihren Helfern, auf der andern Seite. Die Ur-sache des Krieges und der Feindschaft bestund in Folgendem: Hensli Blüny ab Horgerberg und HensliSchön von Hinterburg hatten den Claus Schumacher sel. vom Leben zum Tod gebracht; dieser aber warRüdiger Richiner's und Hans Schmid's Geselle und mit ihnen in der vormals zwischen den Eidgenossenund ihnen geschlossenen Richtung begriffen gewesen. Die Richtung nun, welche die genannten VermittlerZwischen den Parteien lind auch des getödteten Claus Schumacher's Bruder, dessen Vollmacht Richinerund Schmid hatten, und Hensli Blüny und Hensli Schön des Todtschlags wegen zu Stande gebrachthaben, geht dahin: 1. Die Feindschaft zwischen genannten eidgenössischen Orteil und den Ihrigen undRüdiger Richiner lind Hans Schmid und ihren Helfern und allen bei der Sache Vetheiligten soll gerichtetund geschlichtet sein. Was sich der Sachen wegen mit Wort, Schrift oder That, Todtschlagen, „Nahmen"und Beschädigungen begeben, soll unangesprochen, ungerächt und ungeäfert bleiben. Die Gefangenensollen beiderseits unbeschädigt auf einfache Urfehde losgelassen, unbezahlte Brandschatzgelder nicht gegeben,Bürgen dafür ihrer Bürgschaft geledigt werden. Richiner und Schmid sollen an alle ihre Helfer umBeitritt zu dieser Richtung werben und diejenigen, an denen sie solches nicht finden möchten, den Eid-genossen schriftlich namhaft machen. 2. Rüdiger Richiner, Hans Schmid lind ihre Helfer und Genossensollen in der Eidgenossenschaft sicher Leibes und Gutes wandeln, werben, reiten, fahren, wohneil lindihre Nahrung suchen, wie andere Leute, und die Eidgenossen von Städten und Ländern sollen diesenVergleich allenthalben verkünden und den Ihrigen gebieten, selben zu halten. 3. Glaubt ein Theil, daßbie Richtung an ihm nicht gehalten werde, so soll er nicht sich selber helfen, sondern die Gegenpartei vorBürgermeister und Rath von Zürich beklagen, bei deren Ausspruch cS dann sein Verbleiben haben soll.
Um Sachen, die in dieser Richtung nicht begriffen sind, oder sich darnach verlaufen, sollen RüdigerRichiner, Hans Schmid und ihre Helfer, wenn sie in den Fall kämen, Recht suchen vor dem Richter,unter welchem der Angesprochene sitzt. 5. Rüdiger Richiner, Hans Schmid und ihre Helfer sollen fürder-Niemandes Helfer fein oder werden, der die Eidgenossen bekriegen wollte; wenn übrigens Orte oderAgenden, wo sie sitzen, mit den Eidgenossen um anderer Sachen willen in Krieg gerathen, so mögenlw thun, was andere, die in solche Kriege begriffen werden. 6. Des an Claus Schumacher begangenenTodtschlggs wegen sollen Hensli Blüny und Hensli Schön dem darüber gestellten Richtungsbrief genug^Uin. Es siegeln die vier Vermittler, für die Eidgenossen Schultheiß und Rath zu Lucern und fürRichiner, Schmid und ihre Helfer Burgermeister und Rath von Zürich.
Pergamentene Urkunde mit zwei anhängenden Siegeln; das Siegel von Zürich fehlt.
Lucerner Rathsbuch V. .-V. 117 >>. 1449, 13. August (gnarts. ants ussuiuAttouis Nario): „Ze wissen,als gemein Eidgnossen mit Niiggern Richnern vnd Hansen Schmitt vnd Iren Helffern geeicht sind nach Inhalt der Rich-tungbricffen, dar vber geben. Wand nu dieselben Jr Hclfser nit all vnder ougen gewesen, dar vmb si nit alle mit demnamcn In denselben bricffen geschriben sind, vnd aber die Richtung Innhalt, welcher In die Richtung welle, dz derdas tun möge, vnd aber dann schwere vnd sich verbriefst ze halten, als die Richtung wist, Also Hand disc nach geschri-ben alle gcsworn, dcra ettlich in den bricffen geschriben sind, die andern aber nit mit namen darin begriffen sind vnddoch gesworn Hand vnd sich verbrieften wcllent, nemlich als si hie geschriben stand: Rlldger Richiner von Sulz, Hans^.chmit von Hcglingm, Honbtsecher; Jr Helffer: Hans Zimbcrman von Sarmistorf, Hans Wiser, gcncmpt Römer,von Baden, Caspar Wachli von Sulgen, Heini Merhgcr ab dem Znrichberg, Hans Walthcr, gcnampt Kalbsmnl,von Basel, Hans Cantzlcr, Heini Zicgler, Heini Ott, Hans Bircher, HanS Steinhnwel von Werdenberg, den mannempt Lug ins land."