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März 1444.
mißhandlet habint von anvang sölicher fachen bis vff discn tag, es berür oder treffe lib, ere oder guot, dehainerladarin vß gclauffcn, oder ob si den alten friden von anvang so wit nit, sunder allain sider dem zno sagen des selben'fridcn von beden Partyen wercn hie zno Baden beschechen, zno erlütren oder zno erclären, ob wir sidmauls ütz übcr-varcn hettcn, darumb wellen wir jnen, die wil si doch inainmd dem hailgen römschm rich zno gehören, vor den hochwir-digen, durchlt'ichtigostcn, hochgcpornen fiirsten vnd.Herren, erzbischofzuo Mentz (Mainz), zno Triel (Trier), zno Cöln, vordem pfallenzgranf bim Rin, als vor einein vicarien des hailgen römschen richs, oder vor jeglichem weltlichen curfürstcnoder jeglichem andren fiirsten in tiitschen landen, ouch vor aincm herm von Wirtenberg, welchem si wellend, vnd irenerbren rättcn, die si darzuo nement oder bcschaident, oder vor vnserm Herrn von Saffoy, der doch dero von Bern vndSolotorn puntgnoß ist, in aincm vnucrdingten rechten tuon, was wir jnen von eren vnd rechtens wegen zno tuonpflichtig werdcnt, also doch daß si deß glich denen vnd da selbs ere vnd recht ouch tügint, vnd ain recht mit dem andrenzno gang vnd beschlossen werde, vngeuarlich, vnd was also im rechten erkant Wirt nach zno komen nach gelichen billichendingen vcrsichrcn vnd vertrösten, daß vns deß gelich dar vmb ouch gcscheche. Ob jnen aber sölich obgerürt recht vnebengelegen oder vff zno nemcn werc, so Wüllen wir für des hailgen concilium Kotten vnd vnserS hailgen vattcrs, desbapstes, bottichaften, vor vnscrn Herren, den bischofen zno Costanz vnd zno Basel, vnd vor der Herren vnd stett botten,so setz ze Baden vff dem tag gemainlich vnder ougen sitzen, deß gelich in vorgeschribner mauß ere vnd recht zno gebenvnd zno nemcn, vnd das ain recht mit dem andren zno Volbringen, als vor staut, doch in solichen rechten, nach demdes landes gewonhait ist, brand, nam vnd todschläg Hindan zuo setzen vnd ruowcn zno laussm, oder für zitlichcn schadenzno berichten. Were aber, daß die Aidgnossen oder jeman anders bedunkte, daß wir vns in den obgerürten stucken,allen vnd jeglichen, des ganzen vollen zuo ere vnd zuo recht zuo geben vnd zu nemen nicht erbotten hettind, vnd daßwir vns me vnd witcr enbieten söltind, dar vmb wellen wir für komm für die obgenanten Herren vnd der Herren vndstett botten gemainlich oder der stett besundcr, so da vnder ougen sitzent, oder für burgermaister vnd clain rätt disernachgeschribcn des richs stetten, nämlich Ougspurg, Nttrenberg, Vlm, Nördlingen, Costanz, Rauenspurg, Ueberlingen,Straußbnrg, Colniar oder Letzstatt (Schlcttstatt) an der selben enden ainen erkennen zuo laussm, ob wir vnS witervnd fürer erbieten söllent, vnd was vns da selbs erkcnt Wirt, dem wölken wir ouch gestracks nach komen vngevarlich.Sid wir vns so vollmclich zuo ere vnd zuo recht, als vor staut, erbotten habend, hoffen vnd getruwm wir, daß dievon Bern vnd Solotorn den Aidgnossen hilf vnd bistand nit tuon söllent noch tügent mengclich zuo bekennen. Ob aberdie selben von Bern vnd Solodorn anders bcdunkm wölt, so Wüllen wir vns darvmb vor den obgenanten stetten, ainervon jnen, rechtes wol benügen, zuo erkennen, ob st den obgenanten aidgnossen vber sölich gebott vnd recht hinfür bistmdigvnd hilflich sin söllent oder nit —
Dieser Tag war zuerst angesetzt auf St. Agathmtag (5. Februar) vorher, wurde aber vom Bischof von Consta«;auf dm 2 2. März verlegt (s. F r n n d 19 2). Tschudi II. 40 5 enthält nach Sprenger (abgedruckt in Henn e's Ausgabeder Klingcnberger-Chronik S. 373) die Namen der Boten von Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Unter-walden, Zug, Glarus, Basel, Solothurn, Wyl, Appenzell, dann der Reichsstädte und Städte, welcheden Eidgenossen zugegeben wurden, als vonAugsburg, Nürnberg, Constanz, Ueberlingen, Schaffhausen,St. Gallen, Rhcinfclden; dann die Boten der Herrschaft Oesterreich und der Städte Zürich, Rappcrs-wyl, Winterthur, Frciburg, Lausfe.nbcrg, Waldshut, Scckiugen, die Boten von den obgmannte»Reichsstädten und Städten, welche Oesterreich und Zürich zugegeben wurden, zu diesen noch die Boten von Eßlin-gen, Mcmmingen und Chur; hierauf die Untertädinger, Boten des ConcilS von Basel, die Bischöfevon Basel und Constanz mit ihren Rüthen, die Boten von Savoyen und Württemberg, von der Ritter-schaft der obern und Niedern Vereinigung, von den Städten Straßburg, Ulm und Ravensburg u. s. w-,ein Namensverzcichniß von mehr denn hundert Personen. Tschudi a. a. O. und Gerold Edlibach 43, 44 gebe«die Dauer der Verhandlungen ans nenn Tage, vom 22. bis 31. März, an.