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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
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April 1443.

perswyl, von Basel, Constanz, St. Gallen, Schaffhausen, vom Concilium zu Basel kamen auf diesen vonBern und Solothurn ausgeschriebenen Tag. Die Eidgenossen brachten verschiedene Beschwerden an denMarkgrafen und verlangten lautere Erklärung, ob Oesterreich den fünfzigjährigen Frieden bis zu seinemAusgang halten wolle, was der Markgraf zusagte; serner verlangten die Eidgenossen von ihm, daß erdie von Zürich des neuen Bundes, der mit den alten Bünden unverträglich sei, entlassen möchte. Zuletzterm erklärte der Markgraf keine Vollmacht zu besitzen und verwies die Eidgenossen an seinen Herrn,den König. Zürich selbst antwortete: Es könne mit Ehren von dem neuen Bund nicht stehen, habe aberdie alten Bünde darin vorbehalten. Auf ein Begehren, die Briefe, welche gemeine Eidgenossen berühren,herauszugeben, antwortete Zürich abschlägig, da es auch Theil daran habe.

Zu diesem Abschied gehört offenbar ein im Allgemeinen Abschiedband des Staatsarchivs Lucerneingebundenes Blatt, die Antwort von Schwyz vom 8. April, nebst verschiedenen Notizen enthaltend, wie folgt:

Lieben Herren vnd frttnd. Als Jr von ttwcrer Obern vnd stünden wegen mit sampt vnsern lieben Eidgnossenvon Stetten vnd lcndcrn Batten gerett Hand von den fachen vnd sinken, so vns vnd den vnsern von der Herrschaftvon Ocsterrich tüten, es sye von den von Napreswil vnd den soldnern daselbs, ouch von der Herrschaft lüten, so^zeZürich oder wa die sind, beschechen ist in diseu lönffen, Worten vnd werken halb, darüber dann üwer bitt gewesen ist,also ist vnser antwnrt kurtz vff die sink, das wir von üwer ernstlich bitt wegen, ouch üch vnd allen üwern Obern, stünden,Reten, gantzen gemeinen ze Ere, lob vnd geuallen alle vergangnen fachen, so vns vnd vnser Eitgnosscn von Glarus vnddie vnsern in sunders berürcn vnd vns vnd den vnsern in discn löiffcn vntz vff diß zit beschechen sind, Worten, werken,smacht vnd schaden halb wellen lassen anstan vnd darüber mit Inen nützit ansahen, noch darüber kein zugriff tun;dann ob vns ald die vnsern dheinest bedücht, dz wir oder die vnsern kein vergangne fach nit vertiefen möchten, dz wirdoch nützit anders darüber fürnemen wellen gegen der Herrschaft noch den Iren, dann mit eim rechten, vnd meinenouch söllich gemein Recht darüber ze bieten vnd ze ncmen, oder ob vns bedücht, die Recht ze nemcn, als der Margrafsvnd der von Halwil ze Baden vff die dry gcbottcn Hand vnd darin zu tun, dz wir getrnwen, guten glimpf zu erfolgen.Saturn kaonnlla z>c>st, llucliva (8. April) anno cloiniul zlvoeoxxxxihj^." (Vergleiche Tschndi II, 360.)

Item dz die von Luccrn vnd von Switz die von Zürich söllen ze tagen manen von des nüwen bunds wegen vndir schidlüt setzen vnd dz Recht nemen.

Item dz Jr üwere trcffcnliche bottschaft haben sullent vff den meycntag ze nacht ze Einsidcln.

Item dz die von Lucern werben füllen gen Bern vmb ein fürleger gen Einstigen.

Item dz man die brieff, so hinder den von Zürich ligen, an si erfordern sol, vnd aber sis nit heruß geben, sidarüber ouch fürzenemen, als vor stat.

Item das die von Bern sollen Müssen lan, wen der tag sig von Nechbergers vnd Himmelis wegen vnd denSpruch ze erfordern voran von dem von Grünenberg.

Jtcni dz man verkomm, öde red vnd lieber ze singen vnd ze sagen."

In tsrZo von gleicher Hand:Die lest antwnrt von der Herschaft von Ocsterrich lüten, der von Raprcswilwegen :c., als wir die den Eidgnossen geben Hand von den vbergriffen, so vns vnd den vnsern von Inen beschechen wz."

(Ueberschrist aus Cysat'S Zeit: Abschied zu Zug 1443 lll. Nar^o.)

Auch Basel Offnnngsbnch I. 160. 1443, 31. März erwähnt dieses TageS:Vff Snnnentag lotaro zenacht botschaft ze Baden ze haben by den Eidgnossen: Honolt vnd Bischoff."