Druckschrift 
2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
Entstehung
Seite
157
Einzelbild herunterladen
 

Zuni 1442.

157

derselben vnser gncdigcn Herrschaft hcrrürct, bi sölichcn pfänden fällen ine von Zürich vnd die Iren beliben nach irPfandbriefs sage, wie die dann lutend vnd als sy von der Herrschaft versetzt sind, doch der Herrschaft ir losung nach derPfandbriefs sag vorbehalten, zu »»etlicher zit sy die tun wcllent, das man Ir darin gehorsam»» sige. Vnd in demselbenstuk hat vnser gnedigostcr Herre, der küng, den von'Zürich vnd den Iren solich sundcrlich gnade vnd früntschast getan,das niemand fürbaßhin von Inen söliche Pfand lösen sol noch mag, denn ein hcrschaft von Oesterreich selb, och byIren Händen vnd gewalt zu behabcn vnd sust fürcr in keine»» iveg nit zn versetzen. Es sol auch vnser herre, der kling,noch die hcrschaft von Ocsterrich söliche Pfand nieinan gunnen zc lösen, Jctz noch harnachnials von Ir gemeiner statt,ircn burgern vnd bnrgerin, denn die losnngen sollen der Herrschaft zustan vnd anders niemanden, als vorstat.

Item vnd »vurdent ctlich Herschaft von den von Zürich gelösct, die söllent auch bh v»»scr gnedigcn Herschaft vonOcsterrich fürbaß beliben in glicher »vise vnd »naß als Kiburg. Wölte man aber die ie versetzen oder ctwas davon, sosollen sy den von Zürich für menglichcn »verde», ob sy das begerend vnd darumb als vil tun wellend als ander lütte,in glichcr forin als das vmb Kiburg dauor gesetzt ist.

Itcin sölich hcrschaft, so gelösct »vurdent, eine oder »ner, sol man bevogten vnd den von Zürich lütte fürschlahenvon den e»»den als obstatt, als dik vnd vil das zu schulden kumpt, vnd für wellichen sy bittend, dein sol man die vogtyebcuclhcn, »vie das v»»»b Kiburg gesetzt ist, an allen intrag, »van von sunderlichcu gnaden hat vnser allerguedigestcrherre, der küng, sölichs den von Zürich lassen gan.

Jtein »vas schlössen von den von Zürich zu der Herschaft Händen gclöset wurde vnd besetzt, als vor gemeldet ist,sol es doch by der buntnisse bestan, davon gcrctt vnd hicnach zum teil begriffen ist, wie die denn vsf die rcdcnlichostenform beschlossen »verde» sol, also das solich herschafften in demselben bund sigcnt vnd ewenklich bclibcud vnd das ouch»nit briefen, gelttptcn vnd ciden versorgt »verde nach nottnrft.

Item »vas ouch die von Zürich die »vilc vnd sy die grafsschaft zu Kiburg Inn gehcpt Hand, gcschast, gemacht,geordnet vnd gehandelt Hand, es sye mit lcchen, geistlichen vnd weltlichen, Iren burgern, bnrgerin oder andern litten,och was sy gemacht, versigelt vnd verbrieft Hand, sy vnd Ir vögt, »nit vnclichen kinden, mit gcrichten vnd andernfachen »nit recht oder in früntschast, daby sol es gentzlich beliben vnd sol nieinan stirer gctrcngt werden an allen Intrag.

Item ob Baden zu vnsers gnedigosten Herrn, des küngs, Hand käme über kurz oder lang, oder in der HerrschaftHand, so hat vnser gnedigoster Herr, der küng, den von Zürich sölich gnade von eignem guten willen getan, das sölichHerrschaft Baden ouch beuogtet werden sol in glicher fori»», »vise vnd maß als Kiburg vnd andere schlösse, für wclichendie von Zürich bittend, vndcr den die Inen sürgcschlagcn werden sollend, als vor vmb Kiburg begriffen ist, wie dikvnd vil das zi» schulden kumpt.

Item aber vmb die vndcrmark zwüschent der Grafschaft Baden vnd Zürich, als die minder statt Zürich ligtvnd vfs demselben lande, sollen der von Zürich Höchen geeicht so Witte vnd verre gan, als die kleinen gerichte zu Alt-stetten gand, die richti hinabe vntz in die Lindinag vnd über sich die richti vfs in den berg, vnd das sol die vndermarksin, darvrnb das dchein stoß harnachnials in der fach werde.

Item was lechen in der Herrschaft Kiburg oder Baden ligent, die Ir burgcr fürbaßhin cmpfahcn »vurdent, obBaden also zu der Herrschaft Hand käme, die söllent es enpfahcn von einem Vogt jeglicher Herrschaft vnd fürcr nitgebunden sin, der Inen ouch söliche lchen lihen sol mit fryger haud au einer Herschaft statt vnd nach Harkomen dessürstlichen huses von Oesterrich, knaben vnd dochtern, wie das denn von Alter herkomen ist, doch der statt von Zürichvuschedlich au der frygheit, die sy habend vmb des Richs lechen, daby sy bliben söllend, wie sy die vntzhar gebruchtvnd der genossen Hand.

Item wenn »»»an vmb söliche lcchen rcchtigen müstc, die dein fürstlich huö zu Oesterrich zugehörend, das sol bc-schechen vor einem Vogt vnd jeglicher Herschaft »nannen, so verre die fach der von Zürich burgcr oder bnrgerin bcrüret.

Item werc aber, das ein fürst von Oesterrich im land vnd sonder in sölichcn herschaften gegenwürtig were, sosöllend sy, die »vile vnd er da ist, die lcchen von Im cmpfahen vnd vor Im gcrcchtigt werden.