Zum 1435,
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Aemtern fallen, sollen den Eidgenossen zugehören. Man vergäret dem Vogte auch seine Zehrung, inso-weit sie in der Eidgenossen Dienst erläuft.
Ncber einige andere Verhandlungsgcgcnstände der dicßjährigen JahrrcchnnngStagsatzung giebt eine lncernischcJnstrnction einige Andentungen. Luccrncr Rathsduch V. L. 36: 1435, ssxka p>ost asoousionis (27. Mai),ssxta autv Uontseostss (3. Jnni): „1. Den Boten gen Baden ist benolhen, nnt den Kotten von Zürich ze reden,dz si mit irem niinnemacher redcnt, den vnsern, Hutzelbrant, in siner wcid vubckümbcrt zc lassen. 2. Mit der vonBern Kotten zc reden, das si die Iren oder die vndcr Inen gesessen sind, darzn halten, vnS Wirtschaft zcgeben vonSchongow wegen; were onch icman vndcr vns, rvcllen rvir Inen ouch gunnen. 3. Jtenr der von Mellingen wegengegen den von Stetten vnd den von Rordorff, wozu die von Mellingen recht haben. 4. Item Junker Thüringen vonHällwyl helfen kitten, dz er den knecht, so sin eigen ist, den von Mellingen büken lasse. 5. Item von Hans Schenkenwegen von Brcmgarten, dz si dem hilflich sigcnd. 6. Daß si Ubergern hilflich sigcnd. 7. Von Zechendcrs wegen.8. Wie der von Winsperg gcschriben hett, mit den Stetten ze reden von der lcchncn wegen. 9. Item von SchindersHofs wegen vnd Brunncrs sollen si Gewalt haben. 10. Item von des kr. wegen von Zürich. 11. Item für welchenAbt die drei Männer entscheiden, das gefällt uns wohl." — Siehe auch den folgenden Abschied, der offenbar eben-falls noch zur Jahrrechmmgstagsatznng gehört.
14lAA, I.A. Ann! (Mittwoch vor Unseres Herrn Fronlcichnamstag).
Archiv Arn»: Urbar der Grafschaft Baden, 86. 37.
Boten: Zürich. Rudolf Stufst, Ritter, Burgermeister; Johannes Schwend, der alte. Bern.Ulrich von Erlach. Lucern. Ulrich von Hertenstein, Altschultheiß; Burkard Sidler. Schwyz. ZtalReding, Ammann. Unterwalden. Nielaus von Einwil; Hans Mettler, Ammänuer. Zug. HansHüsler, Ammann; Jost Spiller, Altammann. Glarus. Jost Tschudi, Ammann.
Diese Boten setzen die Formeln des Eides fest, welche der Vogt zu Baden, der Untervogtdaselbst, die Knechte des Vogts und die Geleiter zu Baden lind Mellingen, letztere alljährlich, den Eid-genossen zu schwören haben. I». Sie entscheiden einen Weidgangsstreit zwischen der Stadt Mellingeneinerseits und den Klöstern Wettingen, Königsfelden, Ottenbach in Zürich, dem Spital von Baden, demvon Bremgarten, den Gemeinden VirmenSdorf, Vislisbach, Stetten, Niderrohrdorf und ihren Mithaftenandererseits. ES siegeln die vorgenannten Boten, mit Ausnahme der beiden von Unterwalden, mit ihnenMarquard Zelger von Unterwalden, Vogt zu Baden.
Zu ->. Die Pflichten des Vogts sind: die Burghnt; er darf ohne Erlaubnis; etlicher eidgenössischer Orte nielänger als eine Nacht (später zwei oder drei) vom Hanse gehen; er soll das Hans, die Rechte und Gerichte, welchedie Eidgenossen zu demselben haben, getreulich innhaben und ihnen damit gehorsam und gewärtig sein; er soll eingemeiner Richter sein Armen und Neichen, alle Zinse, Fälle, Gcläsze, Bußen, die zu dem Hanse oder der Vogtcigehören, einnehmen und verrechnen. Er bleibt zwei Jahre lang Vogt und erhält von den Eidgenossen jährlich dritt-halbhundert Zürcherstäbler zu Lohn, dazu Heu, Stroh, Holz und alle Hühner.
Ein Untervogt schwört ebenso, ausgenommen um die Burghnt, und hat nichts einzuziehen noch zu verrechnen,er soll dem Obervogt gehorsam sein zu allen Gerichten, und reiten, wohin dieser ihn reiten heißt, in der EidgenossenKosten. Er erhält jährlich 10 Pfund Hällcr zu Lohn und sitzt frei in der Stadt, wie die Untervögtc zur Zeit derHerrschaft Oesterreich gesessen sind.