Mai 14Z6.
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gesessen ist oder dahin züchet, die gemeinen Eidgnossen zugehörent, das da Zederman, da er denn wunnvnd weid misset, mit sinen nacbgeburen stüren, reisen vnd mit allen andern diensten, klein vnd grosi,gehorsam sin vnd die tun sol. Were aber, das Zemant in den vogtyen, so also gemeinen Eidgnossenzugehörent, gesessen oder hinnanthin Zemer mer darin zugent, vnd der oder die eigen Herren, nach-jagende Empter oder burger in Stetten weren, den sol alles Zr recht zu Zr allen oder Zr Zeklicheminsunder behalten sin nach dem vnd man Recht zu Im hat vnd sol doch mit sinem weidgenoß nicht besterminder gebunden noch gehorsam sin, in allen fachen zu dienen, als vorstat. Were och, das Zeman demandern, so in den egedachten emptern gesessen weren, nachjagen müst, vmb sturen oder ander dienst zutund, vnd der man gichtig were, in welichem gevicht das were, da sol man Zm vnverzogenlich an ver-zlichen Pfand geben. Sparte sich aber Zeman der diensten oder stüren also zu geben, die denn also vffInn geleit weren, das man dz denn mit recht eruordern oder besetzen müst, was schadens oder costensdenn daruff gienge oder der neme, so die fach eruordern oder mit Recht besetzen müst oder och da mitRecht gewunne, den selben costen vnd schaden allen sol denn der ansprechig, so vnrecht gewünnt, gentzlichbezalen vnd abtragen. Dise Ordnung vnd gesetzt sol also ewcnklich bestan vnd nicht geendert werden." —„Warend botten von Zürich Hans Brunner, Heinrich Üsikon, von Bern Claus Subinger, von LutzernPeter Goldschmied, von Switz Vlrich Ütz, von Vnderwalden Zöry von Zuben, vnd EngelhartEnentachers, Amman nid dem Wald, von Zug Rudolf Schall, vnd Zos Schiesser, Amman zuGlarus, Fridrich Schindler von Glarus, Vogt zu Baden."
Der letzte Satz, die Aufzählung der Boten enthaltend, ist von gleichzeitiger Hand der in Mutschels Bekennt-nißbuch (Stadtarchiv Lucern) vorsindlichen Abschrift dieses Beschlusses beigefügt.
Dazu sagt das Abschiedbuch von Lucern a. a. O.: „Diß ist ze Baden im Vrberbuch oder in der Vogtycbuch geschriben aimo lviiij. (rssorixtum ssonucla ants aorxoris tllmiski 1459). Diß Hab sich, H. von Hunwil,dornm lassen ze Baden abschriben, allS die Eidgnossen allemal die vnscrn vß Rotcnburgcr- vnd sant Michaels Ampianlangcnt vmb die sturen, dz min Herren von Lutzcrn wissent, wo mit si sich weren sollen." —
8V.
Bellinzona. I T. Juli.
Tschudi, Ehronlk II. Iii? d.
Friedensvertrag zwischen Philipp Maria, Herzog von Mailand, einerseits und den eidgenössischenOrten Zürich, Schwyz, Zug und Glarus andererseits.— Beilage 7.
Das lateinische Original dieses Briefes konnte ebensowenig aufgefunden werden, als eine gleichzeitige deutscheAusfertigung oder Ucbersetzung. Auch Tschudi scheint das Original nicht gekannt zu haben. — Vergleiche die Notezu Abschied 83.85. — Zu bemerken ist, daß auch in den Verhandlungen vom 14. November 1502 zwischen Frankreichund den Eidgenossen über die Ansprüche von Lnccrn, Uri und Unterwalden auf Bellen; (Staatsarchiv Lucern,Luccruer Abschiede L. 153 b) nicht dieser Vertrag, sondern nur der folgende, von den französischen BevollmächtigtenProducirt wurde.