Städte behalten sich die Freiheit vor, andere Bündnisse einzugehen, jede für sich, mit Herren oder Städten,ebenso behalten sie sich vor, in gemeinsamem Einverständnis; dieses Bündniß zu mindern oder zu mehren.7. Beide Städte verheißen einander Hülfe gegen Alle, welche wegen dieses Bündnisses sie befeinden oder sonstihnen an ihren Freiheiten von Kaisern, Königen, Herzogen von Oesterreich zc. Abbruch thun oder sie um Dienstoder Anderes wider ihre Rechte und Gewohnheiten nöthigcn wollten. (Au dem nünden tag Mayen.)
Staatsarchiv Zürich. Pergamentene Urkunde mit zwei anhängenden Siegeln. Vergleiche Tschad >11. 371.
In einem Beibrief ckä. 12. Mai (an dem zwelsften tag Mayen) gleichen Jahres verheißen Schultheiß, Rathund Burger von Schasfhausen bezüglich des Art. 6 dieses Bündnisses: „Were das wir vns innrent der buntn»ßJarzal iendret hin verbunden, es were gen Herren oder gen Städten, das wir das tun sulen diser selben buntnußvnschedlich, also das wir doch gen dem Schultheiß, gen dem Rat vnd gen den Burgern von Zürich die buntnußstet vnd vcste halten sulen mit allen suchen als die buntbrieue verschriben stant."
Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel von Schasfhausen im Staatsarchiv Zürich, tilgt-Tschudi I. 372, wo das Datum unrichtig 17. Mai.
217.
21. Juni. St. Gallen. Ammann, Näthe und Bürger der Stadt St. Gallen geloben dem Abt und Gottes-haus St. Gallen, die ihnen verpfändete Burg zu Appenzell herauszugeben, sobald sie um ihr dargeliehenesGeld nebst Kosten bezahlt sein werden.
Abgedruckt Zellweg er, Urk. Nr. 65.
218.
7. September. Basel. Bündnis; zwischen Bischof Johannes von Basel, der Stadt Basel und der StadtZürich „hinnant ze dem nechsten sant Martinstag vnd von dannanthin die ncchsten zwey gantzen Jar" gogeAlle, die sie wider Recht angreifen oder schädigen wollten. Alte Kriege, welche vor Datum dieses Bundes ent-standen, sind ausgeschlossen. Der Fall der Bundcshülfe tritt ein, wenn der Angegriffene oder Bedrohte, BischefJohannes oder der Rath einer der beiden Städte auf den Eid erkennt, daß derselbe vorhanden sei und um Hülfemahnt. In dringenden Fällen soll die Hülfe auch ohne Mahnung geleistet werden. Ziele und Kreise, innert derttBischof Johannes und die Stadt Basel denen von Zürich und umgekehrt einander Hülfe leisten sollen: 1)Howenstein der Burg über Nin vnd dannanhin an den Bözberg vnd von dem Bützberg an den Hoivenstcin alsder sne herabe smilzct vnd von dem Howenstein an den Lebern vnd von dem Lebern an den Wissenstein, och alsder sne herabe smilzet vnd von dem Wissenstein die richte über gen Goldenuels, von Goldenuels die richte übergen Beffort vnd von Beffort an den Waschgen vnd von dannant an die virst als der sne Hann smilzet v»dvon dannant an den Eggenbach, von dem Eggenbach in den Nin vnd von dannan über gen Vurghein, vo»Burghein gelich über an den Swarzwalt vnd dannant den Swarzwalt vf als der sne wider den Nin harlvsmilzet vntz an die vorgenante bürg ze Howenstein." Und sodann 2) „Von dem Howenstein vf vntz an doaBodense vnd von dem Vodense vntz an den Arlen, von dem Arlen vntz an den Setinen, von dem Setmen vntzan den Brüning vnd danncn vntz an den Wissenstein." Niemand unter diesen Bundesgenossen soll den andeu>verbieten oder verHeften, es wäre dann, daß einer rechter Schuldner oder Bürge wäre, „der im mit hande»-mit munde ald mit brieuen icht gelobt hett"; jeder soll den andern da belangen wo er gesessen ist.Bischof von Basel „vnd allen so in dirre verbuutnusse sint", wird alles geistliche Gericht vorbehalten; st'dclStand soll bei seiner rechten Freiheit und guten Gewohnheit bleiben. Niemand soll in dieses Bündniß ivell^aufgenommen werden, außer mit gcmciusamem Einverständnis; aller Contrahenten. Der Bischof von Bastbehält in diesem Bündniß vor den heiligen Stuhl zu Rom, den Erzbischof von Bysanz, den Bischof Berclsioldvon Straßburg und den edeln Herrn Thiebald von Neuenbürg. Die Stadt Basel behält vor ihre Eidgenosse