408
Herren von Greyerz und die Stadt Freiburg innert den verabredeten Fristen nicht ausrichteten und Freiburgdarnach mit oder ohne Gericht gegen dieselben vorginge, soll Bern ihnen nicht beholfen sein. (St. Marxtag.)
Archiv Freiburg. Abgedruckt Solothurner Wochenblatt 1826. S. 376. Rsousil äs 1ril>. III.x. 5 Uo. 134. Schweizerischer Geschichtsforscher II. S. 58.
173.
155», 25. April. Neucnegg. Bern und Graf Eberhard von Kyburg, Landgraf zu Burgund, vereinigen sich umalle zwischen ihnen aufgelaufenen Streitigkeiten wie folgt: 1. Innert den nächsten fünf Jahren sollen alleMißHelligkeiten zwischen den Parteien auf gemeinsamen Tagen zu Hube zwischen Thorberg und Gerensteingeschlichtet werden, doch keinem Theil an seinen Rechten nach Abschluß der fünf Jahre präjudizirlich. 2. DieWälder von Thun und die Hochwälder in der Grafschaft bleiben dem Grafen, wie er sie besaß vor der Ueber-cinkunft über Thun, die ehehaftlichen Rechte Einzelner darauf vorbehalten. 3. Innert dieser fünf Jahre sollBern weder des Grafen noch seiner Diener Leute zu Burgern annehmen, es seien denn freie Leute oder Burgervon Burgdorf oder Thun. (St. Marxtag.)
Staatsarchiv Bern (Thun). Abgedruckt Solothurner Wochenblatt 1826. S. 374.
lieber die Verhandlung des Tages in Neuenegg siehe die einläßliche Darstellung bei v. Wattenwpl II.S. 101 sf.
174.
155», 13. December. Siebzehn Benannte von Murten machen ein Bündniß mit Freiburg unter Vorbehalt ihrerHerren von Murten, sie revociren Burgrecht und Bündniß, in welchem sie alle oder einzeln mit Bern stehenkönnten — unter dem Siegel des Grafen Peter von Arberg und der Stadt Murten. (Ludato unts ksstumIwntä llRoms axostoli anno 1339.)
Archiv Freiburg. Latein. Urkunde. Abgedr. Solothurner Wochenblatt 1826. S. 485. llLnusilüs Ikrikwurj; III. x. 16. Ho. 139.
175.
155», 16. Februar. Vierzehn von obigen Benannten von Murten schreiben an Schultheiß und Rath zn Bern, siehaben mit Freiburg neuerdings Eid und Bündniß gemacht, wollen mit diesem Gutes und Schlimmes theilenund ihm gegen Bern berathen und beholfen sein, kraft dieses Bündnisses. Für sie siegelt Graf Peter vonArberg. (Lsxta, cksoiw.» ksriu morwis Uslzrrmrii.)
Solothurner Wochenblatt 1826. S. 432.
17k.
155», 17. Juni. Nördlingen. Kaiser Ludwig errichtet zwisclM seinen Söhnen, den Markgrasen Ludwig von Branden-burg, Stephan, Ludwig und ihren andern Brüdern, Pfalzgrafen bei Rhein und Herzogen in Bayern, ihrem LandeOberbaiern und dem Vitzthum daselbst, den: Heinrich von Augsburg, den Grafen Ludwig zu Dettingen, demalten, Ulrich von Württemberg, Bcrchtold von Neiße», Ludwig und Friedrich, Gebrüder zu Dettingen, Eber-hard und seinen Brüdern zu Werdenberg, Albrecht, Hugo und Heinrich zu Hohenberg, Conrad und Rudolf,Gebrüdern, den Schcrern von Herrcnberg, Götz und Wilhelm von Tübingen und den Städten Augsburg,Ulm, Biberach, Memmingen, Kempten, Kaufbeuren, Ravensburg, Pfullendorf, Ueberlingen, Lindau, Constanz,St. Gallen, Zürich, Rothweil, Weil, Heilbrann, Reutlingen, Wimpfen, Weinsberg, Hall, Eßlingen undGmünd ein Bündniß, welches zwei Jahre über seinen Tod hinaus währen und gemeinsames Auftreten derBundesgenossen bei einer neuen Königswahl, sowie gegenseitigen Schutz in ihren Kriegen zum Zwecke hat.Als gemeine Leute, die um Brand, Nähme und alle Unthat zu sprechen haben, bezeichnet der Kaiser nach Rath