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1 (1874) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1245 bis 1420
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August 1403.

vnd gelütert ist. In disem Burgrecht vnd lantrecht ist och bedinget, were es, das wir obgenanter bischosf vndlantlüte von Wallis oder vnser nachkamen dheinest stoß gewunnen mit Herren, stetten oder lendern, so denn denobgenanten von Lucern, von Vre oder von Vnderwalden Eydgnoschast oder püntnisse halb gewant werint, das gottall zit wende, so söllent wir die obgenanten von Lucern oder von Vre vnd Vnderwalden dyselbigen Herren, stetteoder lender, so danne sölich stoß berllrent, früntlich bitten, vnd obe bitte nit hülste, so söllent wir si ermanen nachvnser geschwornen puntbriefen sag, das si sich lassen bcnügen von den obgeschriben vnserm gnädigen Herrn Mit-bürger vnd lantman, dem bischoffe vnd den sinen, vnsern Mitbürgern vnd lantliiten von Wallis an einemRechten als dann zwüschent vns vnd dien, so vns, wie abgemeldet stat, gewant sint, billich ist vnd als si vns vonder ircn wegen ze manen hant, als dick das ze schulden kumt. Vnd was kosten wir (ingemein) oder besunder dar durchhcttint, den söllent vns dy vil gedachten von Wallis bezalen, so dick das sich süget. Were och, das dy vilgenanten,ein Herr oder lantlüte ze Wallis vnser, der obgeschribenen von Luccrn oder der zweyer lendern deHeins besunder bottcnyenent bedörfftint ze iren sachen, darzu söllent wir getrüwlich vnd früntlich schicken vnd Inen do helsfen nach >rnutz vnd ere, och nach der statt Lucern vnd der zweier lendern nutz vnd ere, ouch in irem kosten. Es ist ocheigellich bereit, das wir dy obgenanten von Lucern vnd dy zwei lender den vil gemeltcn Herrn vnd lantliiten vonWallis söllent vmb gelt lassen zugan vnd geben salz vnd allen kouff so wir Jnne haben mögen, vssgeuommenallerley korns, wie das genant oder geschaffen ist. Were aber das es deheinest als dürs wurdi, das wir, dy ob-genanten von Lucern vnd dy zwey lender denen vorgeschribnen, einem Herrn von Wallis vnd den sinen verbutten,das si das saltz nieman ließin denn dien, dy vnser burger vnd lantlüte sint, das söllent si och tun vnd vnder Inenbekomm, das es also bestände vnd vorbehalten werde. Es ist och clarlich bereit, da gott für allwegen sye, dasvnser der vilgenanten von Lucern oder der zweyer lendcrn deHeiner der megenanten von Wallis vnser der vor-gedachten burgern von Lucern oder der zweyer lendern dheinen liblos tetind, das gott all zit wende, da sol ma»vmbe den Todschlag richten in der statt oder in dem lande do das beschehen ist nach der statt oder nach des landesRecht förderlich an alles verziechen. Were och, da für gott lange zit sye, das der obgenanten von Wallis unserburgern von Lucern oder der zweyer lendern dheinen wundet oder der vnsern von Lucern oder der zweyer lendern (einer)der vil gedachten von Wallis dheinen wundeti, da sol der, dem der schad ist beschehen, ein Recht nemen von demoder von dyen, dy im das getan hant, an den stetten vnd für dem Nichter do der selb sitzet oder hingehört, derangesprochen würt, vnd dem oder dyen sol man och förderlich richten nach Recht an verziechen. Es ist och eigen-lich vnd sunderlich bereit, das wir obgenanute bischosf noch lnutlüt von Wallis, noch vnser nachkamen vns hinfürhin mit nieman verbinden söllent mit Eiden noch mit gelüpt, disem burgrecht vnd lantrecht ze schaden. Mere istbereit, so dick ein nüwer lantzherr ze Wallis bestctigct würt, wenne es denn den vielgeschribenen vnsern Mitbürger»vnd lantliiten von Lucern, ouch von Vre vnd Vnderwalden eben ist, so mögent sy ir botschaft her yn schicken, vndalso söllent der selbig Herr vnd wir die obgcmelte» von Wallis denn gemeinlich alle oder dy so von vns dar;»geornet werdent, mit volkomenem gewalt in vnser aller namen diß burgrecht vnd lantrecht ernüwern mit Eide»vnd mit allen sachen, so darum notturfftig ist, an all geuerde.' Vnd dieser dingen aller ze einem waren vcstc»verkunt, so habent wir obgenanter bischosf vnser Regalien sigel, och wir von Wallis obgemelt yedes Zehenden ge-wonlich sigel, vnd wir obgeschribenen von Lucern, och von Vre vnd Vnderwalden vnser stat und der selbigen lender»sigel lassen hencken an discn briesf, der geben ist ze Sitten in dem schloß der Meyery an dem dritten dag Ju»>>,das ist des brachmanodes, in dem Jare do man zalt von der geburt Cristi vierzehenhundert und dry Jare."

S4S.

10. Äugtt^l (am Nechstcn Sunncntag nach vnser srowen tag ze mittem Öligsten).

Archiv Vbwaldett.

V. Die Landlente gemeinlich des Livinerthales ergeben sich In Hand, Gewalt lind Schirm der Land'ammänner »nd Landleute von Nri und Obwalden. Beilage 4i5

Ii Urs »nd Obwalden reguliren ihre Verhältnisse zu denk Lande Livinen, das sie in ihren gemein-samen Schirm und in ihre Gewalt genommen haben. Beilage L.