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März 1403.
Vnd wissent dz wir vns mit nicman vsf ertrich verbinden wellent noch mut Hand s den dz vns got glück gäb, dz wirvns mit üch verbinden söltint, dz wöltind wir s gern tun vnd truwent »och got, es kum darzu, dz wir vns mittenandcrverbindint. Wir dankent üch mit allein stiß vnd ernst alz wir vormals in red wiirent mit i üch ze verbinden, dz ir dasunderlich üwer vermugcnt ze tatent vnd es gern gesehen s hettint vnd wissent, dz wir nieman vsf ertrich ze einem Herrnhaben wellent, i den vnsern Herren Got. Behaltent ouch disen brics, so werdent ir kurzlich s innen, wer sich zu derHerrschafft von Oesterrich vnd zu denen von Cur verbunden j hat oder nllt. Datum Dyfertine gninta äis Alaroii,anno ckomini 1403".
Ammann, die geswornen vnd die gotzhuslüt gemaiulich ze Tyfentis."
Originalbricf auf Papier mit außen aufgedrücktem Siegel.
S4I
4405, 26. März (xxvs ckiv Knveii).
Stadtarchiv Luccr».
Burgermeister und Ruth der Stadt Zürich, Schultheis! und Rath der Stadt Luceru, Amman, Rathund das Amt Zug, und Ammauu und Laudleute zu Schmilz, wegen „vil gcbresten" der Leute .in derEidgenossenschaft und anderer, eincstheils daß, menn sie in der Stadt Zürich oder „jetwederhalb" des Zürich-sees Wein kaufen, ihnen dann derselbe nicht „suber noch rein" zu Hanse komme, sondern daß die Fuhrleuteund auch andere Leute Wein aus den Fässern lassen und dann diese mit Wasser füllen oder auch ungefülltlassen, und anderntheils daß die Straßen in der Eidgenossenschaft nicht in solchen Ehren gehalten werden, daßman nicht an dem Weine zu Schaden komme, vereinbaren sich und werden einhellig: 1) Alle, welche inder Eidgenossenschaft und besonders am Zürichsee Wein kaufen oder verkaufen, sollen denselben „snber zno-füllen mit snbercm wol gesmaken win". Niemand und vor allem Weinsticher, „winzugcl" und Fuhrleute,die den Wein zu Wasser oder auf dem Land verführen in Schiffen, ans Wagen, Karren oder Schlitten,sollen nieder mit „spuolen noch Noeren" Wein aus den Fässern lassen, noch daraus trinken, wenn die Fässereinmal gefüllt sind; bei fünf Pfund Züricher Pfenninge oder, wenn sie die Buße nicht leisten können, bis zurZahlung derselben aus der Eidgenossenschaft schwören; 2) überhaupt wer innner einem andern, ans welcheWeise es sei, heimlich oder öffentlich, an seinem Weine Schaden zufügt, den sol Jederman bei seinem Eideder Stadt oder dem Land, unter dein sie gesessen sind, „leiden", und ab einem solchen soll man unverzüglichund ohne Gnade richten; 3) endlich sollen die Städte und Länder verschaffen, daß die Straßen, „so gen Zugoder gen Switz gand", von jeglicher Stadt und jeglichem Lande, soweit sie Gewalt haben und die Straßenin ihren Gebieten liegen, so gebaut, verbessert und in Ehren gehalten werden, daß Jedermann mit Korn,Wein und „ander konftnanschaft" desto sicherer und „bas" fahren und wandeln möge.
Urkunde abgedruckt im 0! esch i ch tsreuud XXII. S9!i.
S4S
4405, 3. Mai.
Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch II. 108 Ii.
Zürich weist auf Mahnung des österreichischen Landvogts den Bürgermeister Heinrich Meist an, die Obmann-schnft über die Frage anzunehmen, ob die Aufnahme der Appenzeller in das Landrecht von Schmilz deinFricdebrief mit Oesterreich zuwider sei.