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1 (1874) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1245 bis 1420
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Januar 1396.

Im Lucerner-Rathsbuch I. 102 n. findet sich nach einer gleichzeitigen Abschrift der Urkunde von gleicher Handnoch folgendes:

Wir die Kotten der zweyer Lendcr von Vre vnd von Vnderwalden, die zu den flössen gesetzet wurden, so miteinander» hatten vnser lieben Eitgenosscn die von Lucern vnd von Switz von der wegen van Wcggis, von Gersowevnd von Vitzenowe vnd dieselben Dörfer mit Inen, als wir hatten vsgesprochen, das die ictzgenanten dörfer vnd diezu Inen gehörent, ir eide sullent nuwern an dien stettcn, do sis den mcrteil vntz har hant ernuwert. In demselbenartikel haben wir vns selben vorbehebt: were das die obgenannten von Lucern vnd die dörfer mit einander stössigwurden, so verre dz die von Luccrn meindent, dz die obgenanten von Weggis, von Gersowe vnd von Vitzenowe ireide bi Inen in Ir statt söltent nuwern vnd aber dieselben dörfer meindent, das die ictzgenanten von Lucern ir erbcrnKotten zu Inen schiken söltent vnd die eide hi inen in ir dörfern nuwern, vnd si der stoßen nit möchtent mit einandertugentlich und srünttich vberein kamen, so meincnt wir, das eintweder teil darumb den andern bekumbcrn sol, wanddas die sache an vns sol stan, dz wir nach bedcr teile kuntschaft darumb vssprechen füllen nach dem als vns dennevnser eide vnd ere wiset."

Dis ist ein Monrovia gewesen an einem zedelli vnd dz ist aber nit vcrsigelt."

Bgl. iibcr Absch. 204, 200, 211 Segesser, RcchtSgeschichte von Luccrn, I. W7 ss.

SRT

459«, 7. September. (U. F. Abend zu Herbst.)

Staatsarchiv Bern.

Obmann: Johannes von Mulern von Bern. Schiedlente von Bern: Petermann Bnwlin und Peter-mann Nieder; von Freiburg: Hans von Praroman und Jacob Bargin.

Zwischen Bern und Freiburg waltete Streit darüber, ob der Jnselgau, welchen Bern eingenommenhatte, von dem ersten Artikel des siebenjährigen Friedens vom 1. April 1389 mitbetroffcn werde oder nichtFreibnrg behauptete, derselbe sei, als der Krieg anging, nicht in Händen der Herrschaft Oesterreich, sonderneine besondere Besitzung Freibnrgs gewesen und deßhalb durch den angeführten Friedensartikel nicht abge-treten worden. Bern bestritt dieses, indem schon vor dem Kriegsanfang Freiburg die Leute zu Nydau undauf dem Lande aller Eide und Dienste entlassen und sie dem Bischof von Freising zu Händen der HerrschaftOesterreich und des Herrn von Coucy zu schwören angewiesen habe. Denen von Bern wird hiefür derBeweis auferlegt.

Abgedruckt Solothurucr Wochenblatt 1S20, S. 407.

Beggenriod. 459«, 12. Oetober (an Donstnge vor Sant Gullen tag).

Archiv Schw»z: Urkunde.

Voten: Lucern, Heinrich von Wissenwegen, Ammann, Johannes von Moos, Hartman voll StanS n»dJohannes von Dierikon; Obwalden, Werner Seilin, Ammann, Heinrich von Znben und Clans von Nütli»!Nidwaldcn, Heinrich an der Spilmatt, und Claus Snlzmatter.

In den Streitigkeiten zwischen Uri und Schwyz wegen der Güter zu Reimerstalden und anderer Güter,;welche die Urner in der Landmarch von Schwyz besaßen, sprachen die Neun einhellig: 1) Uri bleibt unai>'gefachten bei allen Gütern, die in dem Anlaßbriefe genannt sind, weil Schwyz sie von jene», die sie zuerstverkauften oder veräußerten, nicht angesprochen habe; 2) wenn inskünftig die von Uri die Güter verkauft