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1 (1874) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1245 bis 1420
Entstehung
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Januar 1388.

Ä8S.

Nheiufeldeu. 5. Januar (Sonntag vor Epiphnma domini 138S).

Staatsarchiv Bern: Missivcnbuch von Thun.

Die Genossen des Akttitzvereins vom 14. September 1387 erkennen, die Münzorduung soll nach ihren:Inhalt vollzogen werden, nur mit folgenden näheren Bestimmungen:Des Ersten sol man wissen waz gültvfgelaufen ist sider unseres Herrn fronlichnainstag in dein sechs and achtzigesten Jare vntz vff disei: tag, dieselben schulden soll man gelten mit den hallern und den müntzm, so dazwischent geslagen siirt, hinnant deinheiligen Abend ze Ostern den: nechsten; wurde daz nit darzwischent bezalt, der sol danue bezalen nnt dernüwen müntz, die mau danne flacht vnd slahen wirt. Waz ouch schulden vnd giilten vor Vilsers Herrn. fronlichnainstag in: sechs vnd achtzigesten Jare gemacht sint, dieselben schulden sol man gelten vnd bezaln biden nüwen Pfenningen, so man ietz slahen wirdet. Item waz ouch widerköuff bi den: selben zil vnd Jarengemacht sint, dieselben widerköuff mag man ouch ablösen vntz vf den Osterabent ze ncchst mit den hallernvnd Pfennigen, fo iir den ziln geslagen sint. Wer dez danne nit teti, der mag darnach lösei: vntz vf santJohannstag abent zr Suilgichten, also daz iiian ie ein pfund iilnver pfeniüilgen für drißig Schillinge haller vo>:in: nemen vnd gebei: sol. Jten: wer aber daz ouch nit teti, der sol dannethin lösen mit nüwen pfeninngen.Item es ist ouch beret, daz man die nüwen müntz vsgeben sol vf den nechsten Ostertag vnd sölleut dmm alleandere lantmüntzen ab sin, die vormalz geslagen wurden vnd geslagen sint. Item wanne ouch jeder Herrvnd Statt besigelt hat den Brief, die mügent ouch die münz vsgeben vor Ostern, ob si wellend."

AK«.

4 23. Februar bis 8. April.

Jahrbuch vo» GlaruS IV. Seite!!27. Nr. IUI.

Friedensunterhandlungen zwischen den Glarnern und den österreichischen Hauptleuten vor den: Näfcl-ser Kriege.

Vorschläge der österreichischen Rttthe vom 25. März (U. F.Tag annuntiationis):

Des ersten, das die von Glarus die Herrschaft Oesterrich für Jr rechte natürliche Herrschaft halten vnderkennen, Inen huldcn vnd schweren, gehorsam vnd gewärtig ze finde, niemand vsgenommen, er habe burglechenschiltlechen oder Hoflechen oder es sigcnd Semperlüte, vnd der Herrschaft Oesterrich mit allen dingen ze dienen, alslibeigne lüt Ihren rechten Herren dienen sollend.

Zuwandern, das die von Glarus den Eitgcnossen Jr puntnus vfsagen vnd die puntzbrieff, so si hinder Inenhabend, der Herrschast zu Iren Händen antwurten vnd Harns geben vnd das sich die von Glarus niemerme zu ewigenziten zu jcmantz fürbashin verbinden noch verpflichten füllend, es werde Inen denn von Jrer Herrschaft von Oester-rich bevolchen, vnd das sich die von Glarus der Eitgenossen nichtz witcrs anneinen, Inen weder rat noch hilsf nochzuschub zatunde, sonders zu allen ziten irer Herrschaft von Oesterrich wider die Eitgcnossen vnd ander Ire viend mitJrem vermögen libs vnd guts ze dienen.

Zum dritten, das die von Glarus alle versessne Stüren, so die Herrschaft Oesterrich von schirms wegen desGotzhus Seckingen ankamen, geben vnd vsrichten füllend vnd das ouch die von Glarus die Herrschaft an den gerichten,so si ouch von dem genanten gotzhus ze lechen hat, fürbas nit irrind noch sumind. .

Zum vierten, das die so burglechen, schiltlechen oder Hoflechen habend, so bishar dienst- vnd stürfry gewesen,fürbas der Herrschaft Oesterrich ein besundre stür geben, wie inen die von derselben Herrschaft in bescheidenheitvfgelegt wird, desglich ouch mit diensten verbunden sin, als si bescheiden werdent.