September 1387.
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Krenki»gen, ein Freier, für ihre Städte und jene, über welche sie Gewalt haben, und Bürgermeister, Schult-heißen und Räthe von Basel, Zürich, Lucern, Bern und dreizehen andern Städten, machen auf zehen Jahreeine Münzordnung, der mich Bischof Jmer von Basel und Abt Wilhelm von Murbach mit anderu Herrenfür ihre Gebiete beitreten. Beilage 3^.
184.
Zürich. 4587, Oetobcr bis Dccember.
Staatsarchiv Lucern: Missivc.
In dieser Zeit fanden die s. g. Tadingsverhandlungen statt, welche, wie nach jedem Friedensschluß oderWmffenstillstandsvertrag, so auch nach dem einjährigen Frieden (s. o. Absch. 177—180) zur Erledigungeinzelner Klagepunkte, Entschädigungsforderungen w. vor Schiedrichtern gepflogen wurden. Boten Lucernsauf diesen Tagen waren Johannes von Moos und Rudolf voll Root. Es findet sich ein Schreiben desSchultheißen und Raths zu Lucern vom 30. October an „Vnsere Kotten, die Zürich ligent in tegdingeu",e>ue Verwendung enthaltend für Jenni Liuiker, der von Bertschmauu von Steinach gefangen worden warund ihm 5 Malter Korn zu Lösegeld versprocheil hatte. — Au dieselben Boten findet sich ein zweitesSchreiben vom 3. November, wodurch Lucern sie über verschiedene während diesem Frieden, d. h. seit demFebruar 1387, namentlich aber in den letzten Tagen österreichischer Scits vorgefallene Gewaltthätigkeitenund Räubereien in Kenntnis; setzt. Ein drittes Schreiben an dieselben datirt vom 29. November, ein viertesvom 2. Decenlber, ein fünftes vom 11. December.
Alle diese Aktenstücke sind, nebst einem undatirten, aber offenbar zu diesen Verhandlungen gehörigen Klagerodelabgedruckt bei Th. v. Liebenau im Archiv sür schw. G. XVII. Sempacheracten Nr. LI, 82, 83, 83, 9», 91.Die meisten der dort abgedruckten undatirten Klageschriften einzelner Städte und Orte sind zum Behuf solcher Tädings-oerhandlungen abgefaßt und ohne Zweifel oft wiederholt auf mehreren der nach einander folgenden Fricdenstage ver-handelt worden.
Zu diesen Verhandlungen dürften auch zwei in den Zürcher Raths- und Nichtbüchern IV. 24. a. V.79—go eingeschaltete undatirte Notizen gehören, folgendermaßen lautend:
(Weisung an die Voten Zürichs:)
„Jr sond reden mit dien Eitgenossen: Des ersten von des Gößwins wegen von Costenz, dz die Eitgcnossendarzu sitzen vnd einen spruch tun, wie die von Switz gewiset werden, dz si den Gößwin ablegen, ald dz si aber dzgut wider gen Zug antwurten, ob die fach mit lieb nit möcht bericht werden.
Item vmb die Kupfersmid, als die etwz ansprach zu dien vm Rapperswile hant, wie man darumb ze Tagen kome.Item als die von Rapperswile klagent, dz die in den March ir Burger vberwin gehandelt haben, dz mandarumb tue nach des fridbriefs sag.
Item vmb Bruchin, als sich der klagt von dem Knuder ab Bilstein, dz ine der sume an sinen gütern ze Wägy,dz man den wise, dz er sich eins Rechten lasse bcnügen nach des fridbriefs sag.
Item sol man reden mit dien Eitgenossen, vnd mit inen zu Rate werden, wie man red mit der von LutzernKotten, das si sich in dien fachen von des frids wegen bescheidenlich halten vnd ob si sich deHeiner vogty oder anderfachen vnderzogen haben, do si nit gelimpfes dazu hettin, das si davon lassen, durch daz wir alle dester fürbaz bifrid vnd bi genaden bcliben. Wan sölte vns deHein ding mit dem Rechten abgesprochen werden, so werc erlicherman ließe vorhin davon. Do redent »wer bestes als ir wol kunnent.
Ferner:
„Man soll nachgen vnd richten, als Welti Oehen zu der von Lutzern botten, als si von Lutzcrn dem Rat,vnd Burgern hergesant wurden, gicng vnd sprach zu Inen: Bidcrben lüt, hant fest vnd gent die Stoß nitwider, da tunt Jr vns ein dienst an."