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1 (1874) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1245 bis 1420
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Hum 1386.

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2. Am 11. August (morndeß nach Laurent«), Abends, sagten auf Mahnung der Eidgenossen von .Zürich Uri,Schwyz und Unterwalden, sowie wegen eigener Beschwerden und unausgetragener Anstände, die von Bern mit Beziehungdarauf, daß Zürich, Uri, Schwyz und Unterwaiden siedigk vnd heftcnklich" gemahnt haben, ihnen zu helfen undviele Tage zu keiner Verständigung geführt haben, am 28. August die von Biel der Stadt Freiburg ab: Solo-thurner Wochenblatt 1827, S. 292, f,, Rscmsil cks VridourA Xr. 234. Allein schon am 13. Januar zuvor (Mon-tag nach St. Hilarien Tag) hatten die von Bern ihre Boten Ludwig von Seftingen und Rudolf Seiler an Unterseenabgeschickt, als sich bereits Stöße und Aufläufe erhobenin dem Lande zwischen den Eidgenossen enent dem Brünigund dem von Thorberg und von Grünenbcrg". Schultheiß, Rath und Gemeinde zu Unterseen, da die Bernerunsbärlich entsitzend und fürchtend", wurden gebeten, ihnen mit Stadt und Beste gewärtig und gehorsam zu sein; zugleichversprach Bern, daß diese Gelübde nichtig seien, und jeder wieder bei seiner Herrschaft und Eidgenossenschaft bleibensolle,wenn kein Krieg aufstände zwischen Oesterreich und Bern und den ihrigen". Hierauf am 14. August (anunser l. Frauen abcnt in Ougsten) gelobten die von Unterseen,von dishin ewiglich zu dienen und zu warten denenvon Bern in Oechtland, wie ihren bisherigen Herrschaften". Urkunden im Staatsarchiv Bern. Wenige Tagespäter, am 18. August (Samstag nach unser Frauen Tag zu Mitte August), schrieben die von Zürich an Bern, daßZürich, Lucern, Uri, Schwyz und Unterwaiden vor Wesen gezogen, und die Stadt (unter Angabe der Umstände) einge-nommen! darauf siegreiche Scharmützel mit dem Feinde; man sage, Bern sei auch kürzlich im Feld gewesen, und daßes ihnenan dien von Driburg vnd anderswa wol sij gelungen". Züricher Rathsbuch IV., 54. a. Nach achtTagen, am 25. August (Samstag nach sant Bartholomeus tag), sagten die von Zürich den österreichischen Hauptmannzu Bremgarten und Herrn Rudolf von Hallwil, Ritter, mit 10 oder 12 ihrer Diener sichergen Hedingen in die Vestivnd wider dannan den Sunnen tag Morn vnd den selben tag allen" (20. August). Züricher Nathsbuch IV., 52. d.

Auf der andern Seite hatte auch Herzog Leopold seine Bundesgenossen zur Hülfe aufgefordert:

Brugg, 1386, 22. Juni (Fritag vor Sungichten). Herzog Lüpold von Oesterreich fordert den Rath zu Stras-burg auf, ihm gemäß der Einung, dieunser Herr der römische künig, wir vnd ander fürsten vnd Herren mit üchhabent", unverzüglich Hülfe zu schickenvmb dz große unrecht, daz uns vnd den vnsern dy von Lucern, Zugg vndetliche ir eidgnossen die Waldstede getan Hand übir die fridden vnd brieue, so wir vnd sy mit einander hattent."

Janssen, Frankfurts Ncichscorrcspondenz I. S. 22. Nr. 57.

1386, 28. Juni (vi^ilia Vstri st ?a«1i) übersendet der Rath von Strasburg dem von Speyer Abschrift diesesBriefs mit Bitte, eine Berathung der sämmtlichen rheinischen Bundesstädte auf den 7. Juli in Speyer zu veranstalten,da die Mahnung sie alle angehe. Ebendaselbst Nr. 58.

Zofingen, 1386, 30. Juni (Samstag vor St. Ulrichstag.) Herzog Leopold von Oesterreich schließt mit FrauMaha von Neuenburg, Wittwe des Grafen Hans von Vallcnsis, einen Vertrag, wonach sie ihm für die Dauer seinesKrieges mit den Waldstätten ihre Stadt Willisau übergibt, so daß die Leute darin ungewiistet bleiben und ihr nachdem Krieg die Stadt wieder zurückgegeben werde, und falls der Herzog sie nicht in Besitz nehmen könnte, kein Friedegeschlossen werden soll, der nicht diese Rückgabe bedingte. Urkunde im Archiv Neuenbürg, bei Kopp, Urkunden-buch I. 183, nach einer Abschrift mit dem unrichtigen Datum Samstag nach St. Ulrich (7, Juli) abgedruckt. Vgl. v. Wat-tenwyl, Geschichte von Bern II. 275, Anzeiger für schweizerische Geschichte, Jahrg. X. S. 22.

Am 27. April vorher hatte Matthias von Büttikon, Burgvogt der Gräsin zu Willisau, den Einkauf in das Burger-recht zu Bern mit 100 Gulden bezahlt und die dahcrigen Verpflichtungen seiner Herrin beschworen, blattl s 11.1614.Heber die dazwischen liegenden Verhandlungen siehe v. Wattenwyl a. a. O. S. 275.

Mergcnthcim, 1386, 3. August (Freitag nach ?otri ackvinoula.) Erzbischof Adolf von Mainz, die Pfalzgrafcn Ruprechtder ältere, Friedrich und Ruprecht der jüngste, die Bischöfe Lnmprecht von Bamberg und Gerhard von Würzburg, Burg-graf Friedrich von Nürnberg und Graf Eberhard von Württemberg schreiben an die rheinischen Bundcsstüdte: Sichaben sie gemäß ihrer Einung gemahnt, dem Herzog Lüpold von Oesterreich,nun verstorben", gegen die WaldstätteHülfe zu senden, dadie eynunge, die vnser Herr der kling zwischen üch vnd vns gemacht hat, an yme übbirfaren istvnd noch degelichen geschieht, in den termincn vnd kreiszin als vnser eynung rürt vnd begrisfent, daz ist an denhauwenstein an vnd dz gebirge vur sich vurhin vnczc an der Herren land von Beyern". Sie mahnen daher dieStädte, gemäß der Einung unverzüglich fünfzig Glcvcn nach Brugg bei Rheinfelden zu Hülfe zu schicken.

Jansje», Franlsurts Relchscorresponbcnz I. S. 2S. Nr. 01,

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