70
Februar 1386.
17 T.
15ÜK, 22. Februar (Donsing vor Matthias).
Staatsarchiv Lucrrit.
Schultheiß, Näthe tl»d Bürger der Stadt Lucern, Ammaim, Näthe und Burger der Stadt Zug und desAmts, Burgermeister, Näthe uud Burger der Stadt Zürich, uud Laudammänner und Laudleute der drei LänderUri, Schivpz uud Uutermalden erklären, daß zwischeil Herzag Leopold von Oesterreich uud ihnen eilf Reichs-städte einen Waffenstillstand bis zum nächsten 17. Juni verabredet haben. Beilage ?lZ.
Nach dem ain 21. Februar 1385 von Zürich, Bern, Solothurn und Zug mit 51 Reichsstädten geschlossenen Bunde,in den auch Lucern ausgenommen war, konnten Lucern und Zug gemahnt werden, als ob der Friede mit Oesterreichausgegangen wäre. S. o. Absch. 164. und Tschudi I. 512 sf.
Die von Zürich, welche Basel gemahnt, erhielten von dieser Stadt am 25. Januar 1336 folgenden Bescheid:
„Den fursichtigen wisen, vnsern sundern i guten frunden vnd eydgenossen dem > Burgemeister vnd dem„Rat der stat j Zürich".
„Steter williger dienst si vwer fursichtigen wishcit mit gantzen truwen vorgeschriben. i Lieben guten srund vnd„getruwen eydgenossen, als ir vns verschriben hant, wie ir j vns vor gemant hattent, mit solichen briefen, als ir„vns bi disem vwern testen > Botten gesendet hant, vnd wie vch gefeit sie das vwer erre Botte vnd briefe > nieder„geleit sien, habent wir wol verstanden, vnd lassent vwer guten fruntschaft > wissen, das vns vwer erre Botte„vwer Manungs antwurte, Vnd daz wir nach der ^ lute vnd sage, die swebsten stette etwe manige gemant habent„vnd das si onch j ander des Nichs stette manen in solicher wise, vnd auch das ze stunt tatent. > Von der Rutschen„stetten wegen lassent wir vch wissen, das wir die nut ze manen f haben. Aber als balde von gemeinen stetten in„Swaben ein manunge beschicht, die furderlichen ^ beschehen sol, so wellent wir ernstlichen werben, wie der Bund ze„Swaben den ^ Rinschen Bund furderlichen von vwer fache wegen mane, wand wir alle zit ^ gerne tetent was vch„liep vnd dienst were. Datum seria quinta post Agnetis anno j rc. I^xxx sexto.
„Von vns Johans Puliant von Eptingen ^ Ritter, Burgermeister vnd dem Rat der ^ stat Basel".
Zürcher RatHSbuch IV. 5, d.
Der dein Pergamenc beigelegte Entwurf auf gewöhnlichen Papier beginnt:
„ . . Es ist ein frid beret zwischent der Herschaft von Osterrich vnd den iren, vnd dien von Lutzern, von Zürich„von Zvg vnd dien j Waltstetten so ir Helffer sint vnd dien iren . . "
Nun folget, in sieben „Item", der Inhalt des Friedens von „Des ersten dz der frid beliben" bis „andersbetädinget vnd bericht". Unmittelbar schließen sich folgende zwei Sätze an:
„Item ist auch dz der srid für sich gad, so wellent die von Lutzern, von Zürich, von Zug vnd die Waltstett ir„brief dar vmb j geben vnd och die für sich selber sigellen vnd für die, so zu inen gchoerent"
„Item Wer och dz der frid für sich gieng so meinent die von Lutzern, von Zug, noch die Waltstett niendert„tag ze leisten j dann Zürich in der Stat vf den Sunnentag ze mitter Basten nu nechst so man singet in der„Heilgen Christenheit j Letare" (1. April) dann ze nacht do ze sinne . ."
Ganz unten steht noch:
„Lieber Her Schultheiß gedenkent an Herman Cloter, der bi vch gefangen ist, für den Kienast der Schribergebetten hat", s
Da Kienast der Stadt Zürich Schreiber war (s. Tschudi I. 563, d.), so ergibt sich auch daraus, wo der Waffen-stillstand abgeschlossen wurde.
Staatsarchiv Lucern.
Am 21. Februar (Mittwoch vor Sü Matthias) schreiben die österreichischen Landvögte Johann von Ochsensteinund Heinrich Truchseß von Waldburg aus Baden an die Stadt Freiburg i. B.: Straßburg und andere Reichsstädtehaben zwischen Oesterreich und den Eidgenossen einen Frieden gemacht, der morgen, Donstags, (22. Febr.) angehen undbis Sonntag der ausgehenden Pfingstwoche (17. Juni) dauern soll. S chreibe r, Urkundenbuch von Freiburg i. B. 11. 47.