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September 1363.
dauert bis Weihnachten und von da an zehn Jahre; während dieser Zeit ist gegenseitige Sicherheit, niemand sollden ander,: in seinen: Besitze gewaltsam stören, bei Todtschlägen, Aufläufen, Naub und Brand sollen beideIcheile den Beschädigten zun: Rechte helfen. 4. Jeder Theil gibt drei namentlich genannte Männer, welchemit den dreien des andern Theils sowohl bei gemeinsamen Angelegenheiten, Mahnung zu Kriegszügen zc.,die Sachen vorberathen, als bei Streitigkeiten Schiedrichter sein sollen. Obmann ist, je nachdem die Sache deneinen oder den andern Theil angeht, der österreichische Landvogt oder der Schultheiß von Bern. An diese letzternist auch jede Mahnung zu richten. 5. Während der Zeit dieses Bündnisses soll kein Theil neue Bündnisse eingehen,außer mit Wissen und Willen des andern, Bern behält sich jedoch die Eideserneuerung mit seinen altenBundesgenossen vor. 6. Bei Ansprachen des einen Theils an den andern oder die Seinen tritt schieds-gerichtliches Verfahren mit gleichen: Zusatz ein, die Dingstätten sind Zofingcn oder St. Urban. 7. Um Geld-schulden gilt das Forum des Angesprochenen; Niemand soll gepfändet oder verhaftet werden außer der gichtigeGelte oder Bürge. 8. Niemand soll den andern um weltliche Sachen vor geistliche Gerichte laden. 9. Wenndas heilige Reich unbesetzt ist, mag Bern sich einen Herrn kiesen nach seiner Handfeste, doch soll dieses Bündnißdie vorgenannten zehn Jahre hindurch in Kraft bleiben. 10. Nach fünf Jahren soll auf Mahnung einesTheils dieses Bündniß mit Eiden erneuert werden. 11. Wenn die Herzoge von Oesterreich einen andernLandvogt an die Aeinter setzen, so soll der neue Landvogt, ehe er Besitz nimmt, schwören, das Bündniß zuhalten, ebenso jeder neue Schultheiß zu Bern. 12. Wenn bei Ausgang des Bündnisses die Contrahenten ineinen: gemeinsamen Kriege begriffen wären, so soll die Hülfe fortdauern bis zum Ende des Krieges.
Pergamentene Urkunde mit anhängenden Siegeln des Landvogts und dreier herzoglicher Näthe,abgedruckt Solothurner Wochenblatt, iSLli, S. 341.
II. Rudolf IV., Herzog von Oesterreich, für sich und seine Brüder und Erben, bestätigt dieses Bündnißdurch Urkunde, gegeben zu Jnnsbruk an: Donstag vor Simonis und Judä (26. October) 1363.
Abgedruckt Solothurner Wochenblatt, 1S2», S> S8S. LichIIowsky, IV., Regest .">20.
Nach Solothurner Wochenblatt, 1814, S. 327Erneuerte Herzog Rudolf am 2. November darauf auch mitSolothurn das Bündniß.
I II.
Wien. 31. Oetober (Allerhciligenabcnd).
Staatsarchiv Zürich.
Aufforderung Herzog Albrcchts voll Oesterreich an Zürich, den Regensburger Frieden neuerdings zubeschwören.
„Wir Albrecht, von gots gnaden Hertzog ze Oestcrrich, ze Styr, ze Kernden vnd ze Chrain, graf ze Tyrol zc.cmbieten den j erbern wiscn, vnsern sundern lieben, dem Burgermeister, dem Rate vnd den Burgern geineinlich derStatt Zürich vnsern grus vnd alles s gut. Wan »vir mit erbern lüten vnd mit vnsern briefen wol vnderwiset sin, dazdie Zeit nu hin ist, daz ir vnd alle üwer purger die j Sechtzehcn Jaren alt vnd elter sint, aber nu sweren sullentals ir ouch vormals gesworn hant, stet ze haben die richtung, die hie- s vor seliger gedechtnuße der hochgeborn fürstvnscr lieber herre vnd vatter Herzog Albrecht von Oesterrich, dem Got genade, zwischen vns s vnd üch gemachet hat,Darumb von des durchlüchtigen fürsten, vnseres lieben bruders Herzogs Lüpolds von Österrich vnd vnser sclbs ^ wegenvorder» wir, als der Elter vnder vns, an »ich vnd manen ouch mit disem offenen briefe üch alle gemeinlich vnd üwer ieklichen ssunderlich by den Ayden, die ir vns darumb gesworn hant, dz ir alle gemainlich vnd üwer ieglicher der Sechtzehn Jaren altvnd > elter ist, in gegenwürtichheit vnsers getrüwen lieben Petermanns von Torberg, vnseres Lantvogts, vnd etlicher vnseresRats da oben ^ die er mit im nein, swcrent alle mit einander gemainlich vnd wizzentlich vf einen genanten vnd wizzentlichcntage, der darzu s sunderlich verkündet vnd genomen si, stet ze halten, gentzlich ane alle geuerde vnd ze volfürn getrüwlich dieegenant Richtung j vnd Süne, in alle der mazze vnd in allen den puncten vnd artigkeln als die Richtungbriefe geschriben