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1 (1874) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1245 bis 1420
Entstehung
Seite
13
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August 1323.

IL

Vnsern lieben alten getrüwen Fründen, dien Lantlüten geincinlich von Urc, von Swiz vnd von Vnderwaldenenbietend wir der Schultheiß, der Rat vnd die Gemeinde der Stat ze Berne früntlichen Gruß, willigen Dienst vndalles Gut. Vnd gelobend auch dabi, wenne wir von üch von nu mittcin Ougsten hin nach einem Manot, als üwerfrid stat, gemant werden, daz wir inret einem Manote nach der Manunge sullen mit briefen vnd mit andern dingenane vsfzug volzien vnd volfüren die Eidgenössi vnd die Gebündenische in altem dein Weg vnd in der forme als üwer vndvnser Kotten nu ze jüngst rettend vnd von einander schiebend ze Lungern. Also das Jr ouch dasselbe vnz harwidersind gebunden ze volfürcnne vnd ze volzienne ze glicher wisz, wenn Jr von vns darüber gemant werdent, in allem demweg als davor geschriben stat. Vnd ze einem waren Vrkund dieser dinge henn wir vnser Jnsigel gehengt an disenbrief, der ward gegeben an dem nechsten Montag vor Sant Laurentzen Tag, do man zalt von Gottes geburte tusentdryhundert vnd zwanzig Jar."

Vergleiche v. Wattenwyl, Geschichte von Bern, II., Seite 54. Eine ebenfalls

nncorrekte Abschrift nach einemViindnißbuch" liegt im Archiv Nidwalden.

SS

1323, 1. September (St. Bcrenatag).

Tschudi: Lhroni! I. 2»«, 2!>7 u.

Dreijähriges Büuduiß zivischeu Schmyz und Glarus.

Kopp, Geschichte Xl. Buch S. 48. Anmerkung 4. scheint die auf keine bekannte Urkunde gestützte Angabe Tschudisüber die Existenz dieses Bündnisses in Zweifel zu setzen. Urkundlich ist, daß der Waffenstillstand der Waldstätte mitOesterreich mit dem IS. August 1323 zu Ende ging und daß am 22. September 1323 Graf Johannes von Habsbnrgdem Herzog von Oesterreich Hülfe wider die Waldstättc Schwyz und Glarus gelobte so lange der Krieg währe, den diesemit ihm haben. Urk. Baden, 1323, 22. September (St. Mauricientag.): Graf Johannes von Habsburg-Rapperswylverpflichtet sich, dem Herzog Leopold von Oesterreich und dessen Brüdern zu dienen und zu helfen in ihrem Kriege gegenHerzog Ludwig von Bayern und ob auch dieser Krieg innert zwei Jahren gerichtet würde, zwei Jahre gegen Jedermann.Wir haben Inen ouch sunderlich gelopt ze helfen wider die Waldstett Switz vnd Glarus, die wil der krieg weret, densi mit inen hant."

Urkunde im Archiv Schwyz, abgedr. Tschudi, I., 297. Jahrbuch von GlaruS, II., S. 164. Nr. 49.

Vergleiche Kopp, Geschichte, XI. Buch, S. 47. Anmerkung 1. 2.

4«.

Bezgenriet). 1323, 7. Oetober (Freitag nach S.Leodegar).

Archiv ttbwaldcn.

Unterwalden, Schwyz und Uli huldigen ihrem Landvogt, dem Grafeil Johannes, Herrn zn Valengin,an des Königs Lndivig Statt zn des Reiches Händen. (Beilage 14.)

41

Frankfurt. 132^, 4. Mai (n>s n-m-m blaü, ro^nt annox.)

Archiv Tchwnz.

König Ludwig schreibt an die von Schwyz: Sein Waffenstillstand mit Herzog Leopold von Oesterreich gehezu Ende; sie sollen ihren Zuzug bereit halten; in einen Frieden mit dem Herzog werde er sie einschließen.Briefe, die er ans Andringeil Anderer zu ihren Ungunsten erlassen habe, werde er bei seiner Herkunft nach

chlcm Wunsche abändern. Abgedruckt bei Kopp, Urluudcnbuch I. S. wo. Gc schichtsfreund XI. KS.

Aehnliche Briefe ergingen wahrscheinlich auch an Uri und Unterwalden.