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Jttlü 1309.
S.
Ettgelberg. 4509, 25. Juni (morncnd na saut Johansmcz dcs Toufers).
Archiv Uri.
Obmann: Conrad ab Jberg von Schwyz. Schiedleute: Für das Gotteshaus Engelberg: Hein-rich der Meier von Stans, Ritter, Johannes von Waltersberg, Rudolf der Ammann von Sächseln. Fürdie Landleute von Uri geineinlich: Werner von Attknghause», Amman, Arnold der Meier von Silinon, beideRitter, und Rudolf der Stonpbacher von Schwyz.
Diese, mit einhelligem Sprnch, vergleichen die Streitigkeiten zwischen dem Gotteshause Engelberg unddem Lande Uri über die Gränzen der beidseitigen Besitzungen und Alpgerechtigkeiten in der Gegend derAlpen Stöben und Surenen; sie setzen die Märchen und beidseitigen Berechtigungen fest, erklaren die bisherim Kriege beidseitig durch Brand, Raub u. s. m. einander zugefügten Beschädigungen aufgehoben undverweisen für künftige, innert den Bestimmungen dieser Richtung vorkommende Uebergriffe die Parteien vordie ordentlichen Gerichte „an alle phandunge".
Pergamente» lateinische Urlnnde mit anhängendem Siegel des Abts und des ConvcntS von Engelberg.
Abgedruckt bei Kopp, Nrlundcnbuch I. Nr. 5S. S. 100. Solothurncr Wochenblatt, 1SSS. S. S3. Vgl. Kopp, Geschichte,IX. Buch, S. üb.
Schwyz. 1509, 11. November.
Stadtarchiv Lucern.
Friedensverhandlungen zwischen Lucern und den drei Ländern Uri, Schwyz und Unterwalden.
Die Landlcnte der drei Lander schreiben an Lucern wie folgt:
„Wir dir lantlüte von Swiz, von Vren vnd von Vnderwaldcn künden dien burgern und der gemeinde von Lucern,dz wir des gemeinlich vberein sin komen, als ir üwer bricve ze Vren vnd ze Vnderwalden haut gesendet, tage zenemende vnd ze wcrenne vnd minne oder recht ze tunne vnd ze nemmene vnd ze richtenne, swc vnder vns vndvnder iich vnliebi were, dc wir die tage gemeinlich weren wen gegen üch, swa ir die gerne werent, dar vns zimlichist, ze kommene vnd gewere ze lcistenne vnd ir vns vf dieselben tage kons gebent vnd ir dar vnd dannen von vnseinen getrtiwen fride habent, vb ir ze rate werdent, dc ir si werent. Vnd swes ir ze rate werdent lnzent die Kottenwizen. Dirre brief wart gegeben ze Swiz am sante martis tage."
Kopp, Geschichte der eidgenössischen Bünde, Buch IX. Seite 108. Anmerkung 6 setzt diesen Brief, welcher keinJahresdatum tragt, in das Jahr 1303 und bringt ihn, nebst der Sühne Lucerns mit Ursern (siehe unten im AnhangReg. 1300, 33. Juni) in Verbindung mit einem Eintrag des ältesten Stadtbuchs von Lucern vom Jahr 1310 (Blatt7 t>, Blatt 8), worin eine Spendcstiftung mit den Worten motivirt wird: „Dur dez heiles willen, so inen (denen vonLucern) Got getan hat an der süne der Waltstetten". Kopp a. a. O., Seite 100. 110, Anmerkung I.
Bei Segesser, Rechtsgeschichte von Lucern l. Seite 331, Anmerkung 4, ist der Brief nach Cysats Archivüberschriftirrig in das Jahr 1315 oder 1216 gesetzt.
7.
Zürich. 4514, 14. März (Sonntag nach S. Grcgorien Tult).
Archiv Schwyz.
Compromiß zwischen Schwyz und Einsiedeln auf Jacob von Wart und Rudolf Mülner, den jüngern,Conrad ab Jberg und Werner Tiringer mit Obmann Rudolf Mülner, älter, über alle gegenseitigen Ansprücheseit den Zeiten des Abts Anshelm, betreffend ihre Märchen. Jeder Theil verbürgt 200 March Silbers.
Abgedruckt Tschudi I. SSS-S57. Kopp, Geschichte, IX. Buch, S. Sit f. I'. Gull Morell Rcgestcii von Einsiedel» Nr. 17p.