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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
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126Jetzt die versprochenen Worte über Herrn Oden-dahls Schrift.Herr Odendahl hatte mich auf eine harte, äusserstempfindliche, sogar ehrenrührige Weise in einem öffent-lichen Gasthofe angegriffen: ich schrieb dieses abergrößtentheils einigen seinerZorurtheile und der Ueber-eilung zu; und man wird den Ton der Schonung,welchen man in beyden Fällen gegen seinen Gegner ausEdelmuth noch annehmen kann, in meiner vor dieserBeylage eingerückten, und vor ihr schon völlig geendigten Vertheidigungsschrift gewiß nicht vermissen. InderBerichtigung aber zeigt sich Herr Odendahl nichtals einen Mann, den blos Vorurtheile und Affect bestimmen; sondern als einen Mann, der von den ge-häßigsten Absichten und Leidenschaften getrieben wird.Er sucht nicht blos meine Wissenschaft anzugreifen,sondern auch meinen moralischen Charakter; er suchtmich der schändlichsten und strafbarsten Unwahr-heiten, krummer Methoden, niedriger geheimer Rän-ke, theils in dürrenVorten, theils durch ziemlichleicht zu fassende Insinnationen und Anspielungen ver-dächtig zu machen, und mich bey dem Publicum umalle Ehre zu bringen. In einem solchen Falle ist esNothwehr, dem Gegner die Larve von derStirne zu reissen; und da nicht alle aus dem Publicumgleich