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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
Seite
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Aber wenn nun bey aller dieser zurückgebliebenenDeutlichkeit der wahren Tageszahl, die gemachteVeränderung den Herrn Odendahl dennoch irre ge-führt, und er in seiner Berichtigung den 12. stattdes 15., blos aus Versehen gesetzt hätte?In der That, wenn dies der Fall seyn sollte, so istwohl nie ein glücklicheres, zu den Absichten, dieman sich vorsetzt, besser passendes Versehen begangenworden. Man höre! Herr Odendahl hatte mir amAbend unserer zweyten Zusammenkunft geradezu ab-geleugnet, daß dem Kranken von mir, gleich zu An-fange, als ich ihn zu behandeln übernommen, abfüh-rende und Brechmittel wären gereicht worden, under hatte mir es abgeleugnet, weil er nicht allein mireinen medicinischen Fehler aufbürden, sondern auchobendrein mich zum Lügner machen wollte. Ganzohne Vorschrift konnte ich indessen den Kranken am 12.September, als dem Tage, da ich zuerst war beru-fen worden, doch nicht wohl gelassen haben. Gu-ter Rath schien also hier nöthig; und siehe! er bietetG 2sichund den nachherigen, mit schwärzerer Dinte und miteiner andern Feder als womit das Recept geschriebenworden, gemachten Versuch, den 15. in den 12.zu verändern, wird jeder darauf beeidigteSchreibmeister bezeugen. Mehr kann ich über dieseSache dem Publikum nicht ſagen.