98ben, von welchen eine nothwendig falsch seyn muß;und dennoch treten drey Personen auf, H. Odendahl aufder einen Seite, Herr Schöller und ich, auf der an-dern, um die beiden verschiedenen Angaben eidlichzu bekräftigen! Ich schweige — aber wo ist der recht-ſchaffene Mann, den nicht (das Recht mag ſeyn, anwelcher Seite es wolle) für die Wahrheit ein Schan-der ergreift, wenn er sieht, daß sie sich von der Lügeso frech die Stirne muß bieten lassen?Uebrigens sind oben bemerkte, von dem HerrnOdendahl als am 12. September verordnet angegebeneRecepte, allerdings von mir; aber sie sind erst am15., also 3 Tage später verschrieben worden, wie dasDatum meiner Originalrecepte, ohngeachtet derdarinn, aber mit auffallend schwärzererDinte gemachten Veränderung *), sogarjetzt noch sehr deutlich zeiget.Aber) Ich gebe hier ein Factum an, ohne mich in die min-deste Muthmaßung darüber einzulassen. Die Recepte(sie stehen beyde auf einem und eben demselben StückPapier), sind seit der Zurücksendung von Herrn Oden-dahl in des Herrn Apothekers Schöller Händen,in welche sie gehören. Er wird (wie ich oben schongesagt habe), durch einen Eid bekräftigen, daß sie erstden 15. September verordnet und bereitet worden;und
Druckschrift
Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
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Seite
98
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