56Diese Krankheit bestand in einem mit einer rheb-matischen Brustentzündung verbundenen Faulfieber.Offenbar hatte diese rhevmatische Entzündung in denerlittenen öfteren nächtlichen Erkältungen ihren Grund.Bey einer solchen rheomatischen Brustentzündung sindhäufige Aderlässe nicht immer zuträglich; auch hattenselbige bey diesem Kranken sehr wenig zur Abnahmeder Entzündung und zur Erleichterung der Schmerzenbeygetragen. Die Blasenpflaster, der Gebrauch desSalmiaks, des Camphers, und häufiger Getränke be-freyeten zwar einigermassen die Brust: da aber die imKörper zurückgebliebene, und zu einem höhern Gradvon Verderbniß gestiegene Ausdünstungsmaterie sichder Blutmasse mitgetheilt, und vielleicht einen gewis-sen Grad von Auflösung in demselben hervorgebrachthatte: so entstand ein Faulfieber, bey welchen, wieich schon mehrmals erinnert habe, die Aphthen immereine der gefährlichsten Erscheinungen sind.Im Unterleibe bemerkte man im Anfange derKrankheit noch keinen Absatz der Krankheitsmaterie;der Gebrauch der antiseptischen Mittel schien also al-lein angezeigt. Da indessen auch diese nicht hinreich-ten, und es also hauptsächlich darauf ankam, durcheinen erregten allgemeinen Reiz in den kleinen Gefäs-sen, die darin, wegen der jederzeit in Faulfiebern ver-minder-
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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
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