36ist, und also Gründe gegen Gründe, Erfahrungengegen Erfahrungen streiten?Auch dieses ist zuweilen der Fall, und alsdenn istes Pflicht eines nicht leichtsinnigen Arztes, die älterenGründe gegen die neueren, und ob die Erfahrungennicht durch Trugschlüsse verfälscht worden sind, ohnealles Vorurtheil mit strenger Genauigkeit zu prüfen.Wir wollen zuerst die Gründe a priori beleuchten,die man dem Gebrauch der Merkurialmittel entgegenzu setzen pflegt.Einer der Haupteinwürfe bestehet darin, daß mansagt: das Quecksilber löse das Blut auf. Ich selbsthing ehemals, wie ich offenherzig gestanden habe,dieser Meynung an; ihr Ungrund entdeckte sich miraber bey angestellter genauerer Untersuchung; und ichzweifle nicht, Leser welche die Sache prüfen wollen,werden diesen Ungrund mit mir erkennen.A priori frage ich nemlich: wie sollte es dasCalomel wohl machen, um das Blut oder irgend ei-nen Saft aufzulösen? Nach den Gesetzen der Auflö-sung, welche auf die Gesetze der Cohäsion, und aufdie
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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
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