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Geschichte der Herrlichkeit Neersen und Anrath : mit besonderer Berücksichtigung des alten Pfarrbezirks Anrath mit den Dörfern und Ortschaften Neersen, Schiefbahn, Kehn und Clörath sowie des Schlosses und der Herren von Neersen
Entstehung
Seite
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36tung durch die Kreise Gladbach, Kempen, Geldern und Cleve,wendet sich zuletzt nach Westen und mündet auf holländischemGebiet bei Gennep in die Maas. Von der Bruchmühle inder Bürgermeisterei Neuwerk fließt die Niers in vielen Krüm-mungen bis an die Neersener Mühle. Hier macht sie einescharfe Biegung auf Nordwest zu, fließt nach Aufnahme derCloer in einem graden Kanal bis zum Bökel, geht dannunter der Viersener Landstraße durch in nördlicher Richtungauf Süchteln zu und verläßt unterhalb der Clörather Mühledie Bürgermeisterei Neersen.Während sie bei Odenkirchen durch erhebliche Höhen ein-geschlossen ist,*) nimmt sie von da ab ihren Lauf durch flacheGegenden, zu beiden Seiten von Holzungen und Wiesen be-gleitet, die unterhalb der Broichmühle in sumpfige Moor-oder Torfgründe übergehen, welche jedoch jetzt durch die M-lioration einen bessern Ertrag liefern. Hat der Fluß bei derGüdderather Mühle eine absolute Höhe von 55,4 M., sobeträgt diese an der Neersener Mühle nur noch 37,4 M.und an der Grenze der Bürgermeisterei, am Peeler Loch,34,2 M.Das jetzige natürliche Gefälle beträgt auf der ganzenMeliorationsstrecke 10,8 M., durch die Stauungen an denzehn auf dieser Strecke liegenden Mühle bleibt nur ein Ge-fälle von 2,7. M., woher sich der träge Lauf des Wasserserklärt. Daher war auch eine Entwässerung nach dem Flussehin unmöglich, zudem dieser auf der Strecke von Broichmühlebis Neersen auf einer durch Dämme künstlich geschaffenenHöhe mehrere Fuß hoch über der Thalfläche geleitet ist.Allem Anscheine nach hat hier die Niers früher ihrenLauf durch den sog. Wallgraben genommen und soll ein Be-sitzer von Neersen derselben den jetzigen Weg geschaffen haben,um die Mühle anzulegen. Der Augenschein spricht sehr da-für, auch wird die Sache als bekannt vorausgesetzt, jedochwaren darüber keine Anhaltspunkte aufzufinden.Schon in frühern Zeiten suchte man durch Anlage vonDämmen (Dycken) und durch Abzugsgräben die anschießendenBrücher einigermaßen vor den jährlich eintretenden Ueber-*) Sasserath absolute Höhe 80,3 M. Markt zu Odenkirchen 57,7M. Schubarth, Statistik des Kreises Gladbach.