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Geschichte der Herrlichkeit Neersen und Anrath : mit besonderer Berücksichtigung des alten Pfarrbezirks Anrath mit den Dörfern und Ortschaften Neersen, Schiefbahn, Kehn und Clörath sowie des Schlosses und der Herren von Neersen
Entstehung
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31.aus der Herrlichkeit Neersen und der oedischen HonschaftUnterbroich. In letzterer lagen einzelne Ortschaften und Höfe,die zu dem im kurkölnischen Amte Liedberg liegenden Ding-stuhl Schiefbahn gehörten. Angrenzend finden wir die Herr-schaft Mylendonk, das Herzogthum Geldern durch die Herrlichkeit Viersen, das Herzogthum Jülich durch seine AemterGladbach und Süchteln; ferner die kurkölnischen Aemter Linn(Willich) Liedberg (Kehn und Schiefbahn) und Kempen (Klein-Kempen).Ganz bestimmt lassen sich die frühern Grenzen nicht an-geben, besonders nicht in den zum gemeinschaftlichen Weidgangbenutzten Brüchern, einestheils, da keine alten Karten aufzu-treiben waren, und anderntheils die Grenzen auch nie so ganzbestimmt festgesetzt gewesen sind, so daß zwischen den einzelnenTerritorien auch fortwährend Grenzstreitigkeiten vorkamen.Versuchen wir, durch alte Urkunden die frühern Grenzenfestzustellen.Die Scheffen von Gladbach sagen im Jahre 1412 ineiner Urkunde, die Rechte des Abtes als Holzgrafen betreffend„Soe hant getuycht dye Geſworen Forſter der gemeyndennu ther tyt zu Gladbach vür mynem Heren dem Abdt alsvür eynen Holzgreue Ind vür dye gemeyn Scheffen zu Gladt-bachh dat soe vür twyntich Jaeren die Elsten und Gesworenzu Gladtbachh ind zu Anraede*) sementlich getuycht hant, aßvan eynre Konden van hondert Jaeren, soe wye dye Holt-gemeynde van dem Broucke up ander syden der Nerssen an-geytt an dem Paell by Bütger Walde vnd geytt vort alledye Tryte lanx op dye Cloyr Ind vort vp dye Moarke (?ind vort alle dye Nersse nydder biß an den Wyden Dyck.“Ebenso wird diese Grenze 1761 von den abteilichenJägern angegeben „ . . . auf den Wahlgraben ins flacheKloerbruch bis langs die Nerser Benden über die Ners indie Kloer und ferner in die Trict ümb das Nerschbroich.Von den Schloßbenden, früher Cloerbenden genannt, zosich die Grenze der Herrschaft Neersen über das Rod zur Ki-kenstraße bis in die Nähe des Schwarzenpfuhles, von da bis*) In Anrath war die Holzbank für Liedberg, Neersen und Oedt.**) Eckertz und Noever, Abtei Gladbach p. 40.***) Eckertz a. a. O. p. 52.