eigenmächtig, mit gewaltsamer Hand an dem Vorhang zerrenund der jenseitigen Welt ihre Geheimnisse zu entreißensuchen, wie der Fürwitz, der Aberglaube, der Spiritismusthut? Das dürfen und wollen wir ebenfalls als Christennicht. Aber Eins können und sollen wir: Uns vor denVorhang setzen mit unsrer Bibel in der Hand und dasOhr öffnen für die Klänge, welche auf Flügeln des Gottes-worts zu uns herübergetragen werden aus der jenseitigenWelt. Zu einem solchen Lauschen und Hören und Sehenauf Grund gewisser Thatsachen und klarer Schriftsprüchemöchte ich jetzt einladen, und möge jedes dabei in seinemInnern den Ruf vernehmen: „Zeuch deine Schuhe aus vondeinen Füßen, denn der Ort, darauf du stehest, ist heiligesLand.Ich möchte zuvörderst anknüpfen an ein bekanntes Wortunsres schwäbischen Landsmanns Pfarrer Flattich, der vorhundert Jahren gelebt hat. Er wurde an der Tafel desHerzogs Karl von Württemberg von einem etwas leicht-lebigen Kavalier gefragt, ob man denn über das, was nachdem Tod kommt, auch irgend etwas Sicheres wissen könne.Darauf fragte ihn Flattich, ob er glaube, daß er nach sei-nem Tode noch General sein und sein Vermögen noch habenwerde. „Nein,“ war die Antwort. „Gewiß nicht?“ fragteFlattich weiter. „Gewiß nicht,“ war die Antwort. „Sowissen Sie also,“ war Flattichs Antwort, „etwas Gewissesüber das Leben nach dem Tod. Jetzt fangen Sie einmalan und denken Sie darüber nach, was noch von Ihnenübrig bleibt, wenn Sie einmal nicht mehr Offizier sindund kein Vermögen mehr haben.In der That, auch wenn wir die klaren Aussagen derheiligen Schrift über das jenseitige Leben nicht hätten, oder,wie leider so manche thun, ihnen nicht glauben wollten, sokönnten wir doch darüber unter keinen Umständen imZweifel sein, daß wir im andern Leben zwei Dinge nichtmehr haben werden, auf welche gar viele im jetzigen Leben
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