1. Abth. Karten, Pläne und Ansichten. 1 ]
C. Ansichten.
(Im zweiten, grossen Saale rechts vorne und auf dem mittleren Tisch.)
Die älteste uns bekannte Abbildung eines Theiles von Düsseldorfist auf einem Siegelabdruck aus dem Jabr 1303 erhalten (sieheunter Siegel); es stellt das damalige Rathhaus dar, ob aber natur-getreu oder nur versinnbildlicht ist fraglich. Jedenfalls ist es nichtdas Haus Eatingerstrasse Nr. 6, Gasthof zum „Schwarzen Hörn",welches früher das Rathhaus war. Das spätere Rathhaus am Markt,worin jetzt die Sparkasse etc., findet man auf einem Siegel mitder Jahreszahl 1763, auf undeutlichem Siegel bereits Anfang des17. Jahrhunderts.
Die erste Abbildung auf Medaillen und dergl., welche eineAnsicht Düsseldorfs bietet, ist von der Lambertuspfarre ausgestelltund trägt die Jahreszahl 1639 (siehe unter Münzen etc.). Wir stehendaher etwas hinter anderen Städten zurück, die schon aus demMittelalter Abbildungen bewahrt haben.
Auch in den ältesten geographischen Werken finden wir keineAbbildungen unserer damals nocb unbedeutenden Vaterstadt, z. B.schreibt Sebastian Münster, nachdem er den Namen auf der Karte(siehe Nr. 1) ziemlich richtig Deusseldorf angegeben, im III. BucheCap. ccvy handelnd „von dem Herzogthumb Bergen" nichts weiterals: „Diese Landschafft fahet an bey Nid'Wesel / vn strecket sichweit de Rhein hinauff / vn wird Duschelberg die f&rnemste Stattdarin geacht". Ebenso bringt weder die Schedel's Chronik 1493,noch Brum Hogenberg's Städtebuch 1575 eine Ansicht, ja sie erwähnennicht einmal Düsseldorf.
50. Die ersten uns bekannten Ansichten giebt Gramminäus in seinerBeschreibung „derer Fürstlicher Güligscher etc. Hochzeit" ge-druckt Cöln 1587, und zwar 1. Abbildung des Flinger (?) Thorsund Umgebung, 2. Abbildung der Berger Pforten und Umgebung,3—6. Abbildungen von Sälen und der Capelle im Schloss, 7—8und 10. zwei Ansichten der Stadt vom Rhein aus, 9. und 12.der Schlosshof, 10. und 11. der Marktplatz. Ausgestellt der Markt-platz auf späterem Blatt. — Bes.: Carl Guntrum zu Düsseldorf.
51. In dem „Spiegel und Abbildung der "Vergenglichkeit" von dem-selben Verfasser 1592 herausgegeben, finden wir den innerenSchlosshof fast genau wie im vorigen Werke abgebildet, dazudas Innere der Collegiat und Pfarrkirche. — Bes.: P. Göringzu Düsseldorf.
52. Copie der: ABCONTERPEYTUNG VNND DESCRIPTIONDER GELEGENHEIT ANNO 1604 (?) unbekannt woher undvon wem das Orgiual. —■. Bes.: Amtsrichter Strauven zu Neuss.
53. Meissners Thesaurus 1623 giebt einen kl. Kupferstich 12:16 cman beiden Seiten 2 Mytol. Personen Dardanus, Daedalus. —Bes.: P. Göring zu Düsseldorf.