32dünkelhaften Obskurantismus eine andere Thesis entgegenzu stellen, die, daß durch eine Hand voll Priesterdie Menschheit sich nicht dauernd bemeisternlasse, daß ihre Einigung nur unter dem Scepter der Ver-nunft — und eher durch den Stab des Merkurius als unterdem römischen Krummstocke — sich vollziehen werde.Getragen von dieser Ueberzeugung steigen wir in denKahn, der unsere Seele über den Styx bringt. Alter Cha-ron, nimm den Obolus und stoße ab vom Lande der Leben-digen. Wo immer du uns absetzen mögest, es wird sein inGefilden, wo alle Knopflöcher wieder leer sind, und dieMitra (auch des Herrn Reinkens) kein größeres Ansehenverleiht, als jede andere, weniger kostbare Mütze.Wird man nun glauben, wir hätten die numismatischeWissenschaft blos zum Vorwand genommen, um dem Papst-thum Unfreundlichkeiten zu sagen? Aber wo confligirt manmit diesem nicht? Wir kommen zur Welt, und der Papstwill uns taufen. Er beansprucht, uns zu erziehen für seineKirche und hadert mit dem Staate, der unsere Geistesfrei-heit heute schützt. Der Papst will uns verheirathen undbegraben; letzteres nicht einmal umsonst!Was man studiren möge, Pius legt sich hinein. AufPhilosophie und Theologie hat er, versteht sich, ein Patent.Man treibe Astronomie; Rom bestreitet die Bewegung derErde und wirft ihren Lehrer in den Kerker. SpekulativeNaturwissenschaft? Rom stößt mit seinem erbsündigen Adamden Darwin vom Katheder und spart uns das weitere Kopfbrechen über den Ursprung des Menschengeschlechts. Indie Geologie hinein mischt es seine Genesis, die Geschichtefälscht es mit seinen Fabeln und Lächerlichkeiten.
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