ZueignungWas in hundert Jahren, seit Voltaire bis DavidStrauß geschrieben ward, ist nicht vergeblich gewesen. Vonden Forderungen der Vernunft ist etwas in die Völkerhineingedrungen — — und in die Regierungen auch. DieLymphe der Toleranz und Parität, noch vor zwanzig Jahrenvon Quacksalbern verworfen, wird zur Stunde durch legi-time Bajonnette der ultramontanen Heerde und ihren Häm-meln eingeimpft. Welch ein Umschwung der Dinge!Nicht die Partei der Aufklärung durfte die Ehrehaben, durch Belehrung der Massen einen herrschsüchtigenEpiskopat zu zähmen und die lichtscheue Mönchsmacht zubrechen, — dem Polizeidiener, der unsere Versammlungenauflöste und unsere Schriften einstampfte, war es vorbe-halten, die zum Bändigen freiheitlicher Wallungen herbei-gerufenen Orden zu vertreiben und das mit Rom con-spirirende Bischofscomplott zu sprengen. Also nicht desGeistes Waffen sollten den Kampf, welchen sie eingeleitethatten, und dem damals etwelche Dutzend occidentalischerLandesväter mißfällig zuschauten, entscheiden, sondern im-mer wieder der Säbel, — zur Abwechslung den Parla-menten in die Hand gedrückt! Allerdings ist das Wortim Bivak der leitenden Mächte jetzt zugelassen; Marke-tenderdienste darf es thun.Jene erbliche Staatsweisheit kennend, welche die ihr— der Gegen-verbündete Partei abnutzt und dann —partei preisgibt, mögen wir uns auch über die „deutschenBrüder“ nicht täuschen. Unbesorgt für seine Haut darfder Bürger des Spießes dem Mode gewordenen Liberalis-
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