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7 (1835) Das Kur-Gebäude in Baden und das Hub-Bad bei Bühl
Entstehung
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Am Eingange in die Promenade, bei der grossen Brücke, fuhrt links eine Strasse (1) in die Eichen-allee, und durch dieselbe zu dem Kloster Lichtenthai und in die reizenden Thäler von Beuren undGeroldsau. Dieser Weg ist, die schöne Jahrszeit über, der besuchteste.

Der mit m bezeichnete Osbach oder Oelbach, welcher in alter Zeit die Grenze zwischen Alleman-nien und dem rheinischen Franken machte, gibt, bei der oben angeführten Brücke, einen Theil seinesWassers in einen Kanal ab, der auf dem Situationsplan mit n, Mühlenbach, bezeichnet ist, den GartenSr. Königl. Hoheit des Grossherzogs bespült, am Schlachthause vorbei und von da zu dem städtischenWaschhause fliesst. Die Uebelstände, die hieraus entstehen, fallen um so unangenehmer auf, da dasSchlachthaus und Waschhaus der Promenade gegenüber liegen, wie denn Baden von dieser Seite herüberhaupt nicht den erfreulichsten Anblick darbietet.

Das Bett des Osbachs, der auf seinem Wege von dem Gebirge herab eine Menge Schlammes undSteingeröile mit sich schleppt, wird dadurch oft versandet und beim höhern Anschwellen des manchmalreissenden Bergstroms ist selbst ein Theil der Promenade der Gefahr der Ueberschwemmung ausgesetzt.Zu einiger Abhülfe wird gegenwärtig das linke Ufer mit einer Landfeste eingefasst.

Drei Wege führen von der Promenade nach der Stadt und umgekehrt. Sie sind auf dem Plane durcho angegeben. Der erste und wohl gangbarste geht über die grosse Brücke, am grossherzoglichen Palaisvorüber; der zweite, minder angenehme, führt, beim Pferdebad, ohngefahr in die Mitte der langenStrasse, und der dritte in die Hirschgasse. Dieser lezte gewährt denen, die aus der Stadt kommen, diemahlerische Ansicht einer mit der mannichfachsten und üppigsten Vegetation überwachsenen künstlichenGrotte.

Unter p sieht man verschiedene städtische und bürgerliche Gebäude, und einige Hausgärten. Unterdie ersten gehören: das Waschhaus, das Schlachthaus und das Pferdebad. Diese drei Gebäude sind hieroffenbar nicht an ihrer Stelle, und greifen mit schneidender Dissonanz in die heitern Gefühle, womit dieherrliche Natur und die schönen Anlagen umher das Gemüth der Lustwandelnden erfüllen.

BLATT II.

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Die Form eines Gebäudes hängt zunächst von seiner Bestimmung ab, und Zweckmässigkeit mitSchönheit zu vereinen ist die Aufgabe des Architecten. Ein Kurort, wie Baden, an welchem die Fre-quenz, in lezter Zeit, die Zahl von i5,ooo überschritten hat, und der von den meisten Fremden blosdes Vergnügens wegen besucht wird, erheischt Anlagen und Einrichtungen, wie sie an minder besuchtenHeilquellen nicht nothwendig sind.

Das Kur- oder Conversationshaus in Baden hat eine Fronte von 43o Fuss alten Masses. DieHauptansicht geht gegen Osten, wo sich die Stadt amphitheatralisch erhebt, und in einem Halbkreisevon Bergen und Hügeln eingeschlossen wird.