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1 (1822) Stadt-, Garten- und Landgebäude Ihrer Hoheit der Frau Markgräfin Christiane Louise von Baden
Entstehung
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zugleich als Gartensaal dienen, welcher um so reizender aussieht, da die für die exotischenPflanzen bestimmten Gebäude zu beyden Seiten nur durch eine Glaswand getrennt sind, unddie Pflanzen von dem Saal aus gesehen werden können. Unter diesem ganzen Gebäude imSouterrain befindet sich ein Winter-Gernüfsgarten, worin die Gemüfse für die ganze Holhal-tung Ihro Hoheit der Frau Markgräfin überwintert werden können. Da die Gemüfse, nachder in dem Rifs angezeichneten Construction mit der äufsern Atmosphäre in Verbindung gesetztsind, ohne dafs die äufsere Kälte auf sie eindringt, so gedeihen sie in diesem Garten noch selbstzu gröfserer Vollkommenheit, im Fall sie unreif und unverletzt dahin gebracht werden.

VIERTENS.

. Die Wohnung des Gärtners beym Eingang des Hauptthors, innerhalb der Stadt, auf dernordwestlichen Ecke des Gartens Tab. VII. Fig. 14. Dieses Gebäude, welches die angren-zenden Stadtgebäude schliefst, den Anfang des Gartens auf eine schickliche Weise bezeichnet,und den Vorübergehenden auf denselben aufmerksam macht, sollte anfänglich blos zurWohnung des Gärtners dienen, und aufserdem eine Scheuer, Remise für Kohlen, und Stal-lungen mit einem Hof für Brennholz in sich fassen, welche Legalitäten dem Stadtpalais IhrerHoheit der Frau Markgräfin abgehen5 allein es wurde nachher, im zweyten Stock zurWohnung für den Oberhofmeister der Frau Markgräfin eingerichtet.

FÜNFTENS.

Das neben der Gärtner - Wohnung stehende Haupteingangsthor schliefst quer die langeAmalien-Strafse, welche wegen eines neben dem Garten der Frau Markgräfin Friedrich lie-genden andern PrivatGartens, nicht hat zu Stadtgebäuden durchgeführt werden können. Dieauf dieses Thor stolsende, mit Lindenbäumen besetzte Allee (Siehe Tab. I.) ist jedoch, soweites das Terrain der Frau Markgräfin erlaubte, in gleichem Strafsen - Alignement fortgesetzt, unddas Hauptthor so angeordnet, dafs man das fortgesetzte Alignement im Garten wohl bemerkenkann, ohne dafs dadurch der Stadtplan etwas litte. Zur Verzierung des Thors selbst, haben sichdie rechts und links auf demfelben aufgestellten zwey c lossalen Gruppen (Thaten des Herkules),vorgefunden, und Ihro Floheit die Frau Markgräfin haben solche angekauft. Ob sie gleich nichtals ganz schöne und vollkommene Kunstwerke zu betrachten sind, so haben sie doch immer einenartistischen Werth. Sie stammen aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts her von einem vaterländi-schen Künstler, Namens Längenlacher, und zieren nun den Eingang des Gartens eben so wohlals die Strafse, auf eine sehr geschmackvolle Art.

Neben dem Thor, als Uebergang von den Bauwerken zu der einfachen Einfassungsmauerdes Gartens, ist in der Form einer dorischen Halle Tab. VII. Fig. 6. eine bedeckte Sitzbank, auf

welcher die Diener ihre im Garten promenirenden Herrschaften erwarten können.

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