Druckschrift 
1 (1822) Stadt-, Garten- und Landgebäude Ihrer Hoheit der Frau Markgräfin Christiane Louise von Baden
Entstehung
Seite
10
Einzelbild herunterladen
 

10

x

SECHSTENS.

Gegen über, dem Haupuhor schliefst die Grillage Fig. 10. Tab. Vil. die Grenze der Lin-den - Allee, und verbirgt dem Eintretenden, die unansehnliche nachbarliche Grenzscheide. Vondiesem überwachsenen Gitterwerk aus sieht man die Amalienstrafse und die am Hauptthor desGartens vorbeygehenden Personen, ohne selbst bemerkt zu werden.

SIEBENTENS.

Von den Gebäuden im Gemüfsgar;en, welche, wie der Situationsplan Tab. I. zeigt, aufser-halb der Stadt, jenseits des öffentlichen Promenadewegs und der Kriegsstrafse liegen, istFig. 30« Tab. VII. ein im Gentrum des Gartens situirtes und mit Stroh bedecktes achteckigtes Garten-häuschen, welches zugleich ein Obdach und eine einfache ländliche Verzierung gewähren soll.

Tab. VII. Fig. 2Q. sind die auf den vier Ecken befindlichen Eingänge, von welchen auf dernördlichen und südlichen Seite gegen die Strafse, zwey vermittelst eines Haha zusammen hän-gen. Unter denselben befinden sich ein Geschirrbehälter mit einem Abtritt und oben auf den-selben sind Plattformen zum Trocknen der Sämcreyen. Ich übergehe die weltern Details der Ge-bäude, welche gröfstentheils aus den Plänen zu entnehmen sind, und will nur noch anführen,dafs sich unter dem Hügel, der das Hauptgebäude trägt, auch eine Eisgrube befindet, die manim Winter mit dem Eis, welches sich in dem dameben gelegenen Weiher erzeugt, anfüllenkann, und dafs überhaupt bey der Garten- Anlage die Bepflanzungen und Wege mit den schonbestandenen Umgebungen, so viel als möglich analog und zum Gewinn schöner Aussichten an-geordnet wurden. So hat man z. B. von einer der Lindenalleen eine vortreffliche Ansicht derneuen katholischen Kirche, und von dem Orangerie - Saal aus, unten durch die Mitte des Haupt-gebäudes, einen Prospekt auf den Kirchthurm des eine halbe Stunde von der Stadt gelegenenDorfs Beyertheim, welche Ansichten dieser Anlage eine besondere Reichhaltigkeit geben, undgewissermafsen als Parthien derselben erscheinen.