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Denkmal aufgerichtet über den Gräbern meiner Frühverklärten : eine Schrift für gefühlvolle, theilnehmende Seelen
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108rigen Wunsche, die Vollkommenheit und Glück-seligkeit desselben zu befördern verbunden ist, istund bleibt in der Freundschaft die Hauptsache.Freilich muß dieselbe immer unter der Leitung derpraktischen Vernunft siehn, damit sie nie allzu-lebhaft werde, und auch nie erkalte, damit sieden Liebenden zu keinen Thorheiten und Verirrun-gen hinreisse, damit sie sich mehr durch Aufopfe-rungen und Thatbeweise, als durch süße Lieb-kosungen äussere, damit sie nicht durch bloße süßeSchwärmereyen, sondern hauptsächlich durch un-ermüdeten Fleiß in der Veredlung und Beglückungdes geliebten Gegenstandes ihr Daseyn zu erken-nen gebe, und damit jede liebevolle Verbindungauf Erden eine Quelle von wahrhaftig guten,edelmüthigen und Gott gefälliger Handlungenwerde. Aber ohne jene Herzensempfindung sin-det doch keine wahre Freundschaft statt, und alles,was der Freund für den Freund thut, verlierteinen großen Theil seines Werthes, wenn er esnicht mehr aus innerm Herzensdrange, als ausPflicht zu thun scheint. Ich wenigstens mag denkalten Freund nicht, der blos aus Achtung gegendas Sittengesetz mein Freund bleibt, und diePflich-G 3