Druckschrift 
[1] (1795)
Entstehung
Seite
169
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169Anmeine Freunde.Daß uns des Jahres erster MorgenschimmerEin Herold schöner Tage sey,Und daß Genuß, gepaart mit Hoffnung, immerDen Pfad zum Rosenpfade weih'Den wir in diesem neuen Jahre gehn —O! dies ist heut' vor Gott mein erstes Flehn.Wenn unser Geist nach ächter Weisheit strebet,Die nie des Lebens Zweck vergißt,Und nach Verdienst, das nie sich stolz erhebet,Stäts nutzt und stäts bescheiden ist:Dann müsse dieser edle Fleiß gedeih'n,Und unser Lohn der inn're Friede seyn!Es ströme der Geſundheit heil'ge FülleDurch Nerv' und Ader friedlich hin;In quälende Melancholie verhülleSich nie der heit're, freie Sinn;Daß uns bei frohem Kraftgefühl kein TagDes Lebens ungenutzt entschlüpfen mag!Ge-L 5