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Die deutsche Gartenstadtbewegung : zusammenfassende Darstellung über den heutigen Stand der Bewegung
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Berliner ßörJen-Courier, 18. April 1907:

Die Deutfcbe Gartenftadt-Gefellfcbaft, Schlacbtenfee, die pcb wefent-licb als eine Propaganda- und Studiengefellfcbaft betrachtet, ip unterder Leitung felbplofer und mutiger Männer unermüdlich;, für die Ver-wirklichung ihrer Ideen Anhänger zu gewinnen. Klo pe das gefteckte3iel nicht alsbald völlig zu erreichen hoffen darf, begnügt pe pch pattder Städte mit Kolonien. Doch das ^\&\ behält pe feft im Äugeund ihr fefter Glaube an die Möglichkeit einer gedeihlichen Ausführungwird pe auch zu gutem Ende gelangen laffen.

Die Gartenftadtbewegungvor unferen Volksvertretungen und Staatsbehörden.

BAYERN. Finanzminiper v. Pf äff erklärte u. a. im Steueraus [(büßder Baurifcben Abgeordnetenkammer (30. u. 31. Sitjung 1909):

Eine gemeinnütjige Gartenftadtgenoffenfcbaft muffe bei Verkauf vonStaatswald wefentlicb anders gewogen werden, als fonpige Käufer.Freilich könne das Finanzminifterium nur bis zu einer gewiffen Grenzemit der Preisermäßigung gehen, da es nach der Staatsverfaffung diePpicbt habe, nach kaufmänniferjen Grundfä^en zu bandeln. KletterePreisermäßigung muffe der Landtag bewilligen und bei Verftändigungmit dem Minifter des Innern fei er bereit, ein entfpreebendes Poftulatan den Landtag zu bringen und bis dahin die von der GartenpadtNürnberg gewünfebten 61 ßektar zu refervieren.

In derfelben Sitjung machte der Minifter des Innern, v. Brettreich,u. a. folgende Ausführungen:

Durch die ttlobnungserbebungen fei feftgeftellt, daß überall eingroßer Mangel an kleinen und auch an mittleren ttlohnungen beftebt,befonders in den Städten. In den großen Städten feien die teuerenBodenpreife die ßaupturfacbe der Wohnungsfrage. Dieüerraingefellfchaftenfeien keine erfreuliche Erfcbeinung, aber man könne pe nicht einfachexpropriieren; jedenfalls aber könne ein in Äuspcbt zu nehmendes Ent-eignungsgefelj in geeigneter ttleife auf die tüobnungsverbältniffe Rück-pd)t nehmen, ebenfo das Cüertzuwachsgefetj, das allerdings etwas zufpät komme. Um zu Familienbäufern zu kommen, muffen die Klein-wohnungen möglicbp weit hinaus verlegt werden und gute Verkehrs-bedingungen gefcbajfen werden. Die herauf gerichteten Beprebungender Gartenpadtbewegungen begrüße er febr.

Der Verkebrsminiper v. Frauendorfer äußerte pch zu einer Abordnungder Gartenpadt Nürnberg:

Er fäbe es gerne, wenn die Arbeiter, Bedienfteten und Beamten derVerkehrsanftalten pcb der Gartenftadtgefellfchaft anfcbließen würden,denn das tÜobnen des Staatsdieners inmitten der übrigen Bevölkerungfei ihm in höcbftem Maße fympatbifeb. Für fein Perfonal handle es

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