ttlas die weiträumige (Xlobnweife, der wiedergefundene 3 u F arnmen ~bang mit der Natur, die Arbeit in Garten und Feld für pe bedeuten würde,läßt pcb mit ein paar (Horten nid)t ausdrücken. Das Kind erbielte gefunde,heitere, belebende Nabrung für Pbantape und Geift, die es beute in feinemFjunger nach. Stoff mit unreinen Bildern erfüllt. Der Frau, die das Dafeinin engem freudlofen Kreife verläßt, würde Hrbeitsfreudigkeit, diefes wichtigeElement des Lebens, zurückgewonnen werden.
Ich fetje dabei voraus, daß die Gartenftadt ein gut Stück Selbftver-waltung von ihren Mitgliedern verlangt, und daß diefe ehrenamtliche Be-tätigung zu einem erheblichen Ceil den Frauen zufallen würde. Es ift dieBeobachtung der Lebensweife in modernen Induftrie-Ctlohnkolonien, die michdiefen Gedanken befonders betonen läßt. f)ier find die Frauen von außer-häuslicher Erwerbsarbeit in der Regel frei und könnten pch r}aus, Familieund eventuell kulturellen Begebungen widmen. Catfäcblich aber ]tebt viel-fach fogar das rein häusliche Leben, die Arbeit an den Kindern auf einerniedrigeren Stufe, als etwa bei den arbeitsbelafteten Landfrauen benach-barter Dörfer, ttlarum? Äugenfcbeinlicb wird mit dem Loslöfen von derrjeimat, mit der Verpflanzung auf fremden Boden eine befondere Formangeborenen oder anerzogenen Verantwortlichkeitsgefühles entwurzelt. Fremd,ohne gegebene Beziehung zu der neuen Umgebung, ohne Anleitung, folcbeBeziehungen neu zu begründen, ftebt die Frau gleicbgiltig, ohne Schaffens-freudigkeit da, während reiche und fcböne Aufgaben zu löfen wären. Cro^geringerer Armut, befferer tHohnverhältniffe und fehlendem 3 wan 9 e zurErwerbsarbeit der Frau fanden wir z. B. in folcben Kolonien vielfach eineweit höhere Gefährdung und Vernacbläfpgung der Kinder, als in Gegendenmit weit ungünpigeren Bedingungen. Bier muß meines Eracbtens in derGartenftadt das genoffenfcbaftlicbe Prinzip einfe^en. Ohne diefen erziebe-rifcben, belebenden und zur Produktivität anregenden Faktor würde ich auchin der Gartenpadtpedelung eine gewiffe kulturelle Gefahr feben, — natürlichnid)t verglichen mit der unwürdigen itlohnweife großftädtifcber Arbeiter-viertel, aber wohl im Vergleich mit grundgewacbfener, bodenftändiger, länd-licher Siedelung, die bei allen ibren vor mir wohl gekannten Mängeln deneinen parken Vorzug bept^t: die Frauenarbeit als unentbehrlichen Ceil in dieGefamtleiftung der Familie, der Bevölkerung einzufügen.
Die Gartenftadt beptjt als gewollte Neufcböpfung eine gewiffe Ver-wandtfcbaft mit der Koloniebildung der modernen Großinduftrie. Kulturellhat pe vor diefer den unfcbät)baren Vorteil des genoffenfcbaftlicben 3u-fammenfcbluffes voraus. Möchte pe diefen 3 u [ amrne nfchluß unter ftarkerHeranziehung der Frauen zur Gemeinfamkeitsarbeit, zur Schaffung lebendigerKultur unter ihren ttlobngenoffen benutzen.
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Frau und Gartenftadt.
„Von Dr. Elizabeth Altmann - Gottheiner, Mannheim.
Der Boden der Großpadt ift unter den beutigen Verbältniffen nicht mehrdie geeignete Grundlage für ein friedliches Familienleben, das Großftadt-beim nicht mehr der Mittelpunkt, zu dem alle Familienglieder als zueinem Port des Friedens nach des Cages Laft und Mühe pch zurückzu-
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