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Die deutsche Gartenstadtbewegung : zusammenfassende Darstellung über den heutigen Stand der Bewegung
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gegenüber der ungeheuren 3 a bl von Leidenden, die in Betracht kommen.Den Kaffenmitgliedern, welche anüuberkulofe, Magen- und Nervenkrankheitenufw. leiden, wird in den meiften Eällen eine bestimmte Äusgehzeit ein-geräumt. Serben wir uns an, wie diefe Äusgehzeit in den Großftädten be-nutzt wird, f° kommen wir zu der Erkenntnis, daß diejenigen Kranken,weldje einen größeren öffentlichen Park auffucben können, bei der geringen3ahl derfelben in der Minderheit find und daß diejenigen (ich noch glücklichfcbätjen muffen, weldje auf den Bänken der öffentlichen Plätje fich ausruhenkönnen, foweit von Ruhe bei dem lebhaften Großftadtverkehr überhauptdie Rede fein kann. Recht vielen Kranken wird das Ausgehen noch be-fonders erfohwert durch das ßinab- und wieder hinaufgehen bei den vielenStockwerken.

Aus der Erkenntnis diefer üebelftände heraus wurden vor 11 Jahrenzuerft in Berlin, dann in anderen Großftädten die fogenannten (Halderholungs-ftätten gegründet, um wenigftens für eine geringe 3ahl der Kranken einenentfpredjenden Aufenthalt im Freien zu ermöglichen. Aber auch fie kommennur für eine Minderheit von Kranken in Frage.

Die Qeilfaktoren, welche den Krankenkaffen in den Großftädten fehlen,können nicht erfeljt werden durch noch fo große Ausgaben für Arznei undHeilmittel. Nur wenn es gelingt und zwar in größerem Maße gelingt,unfrer Ärbeiterfchaft draußen vor der Peripherie mitten in Cüald, Flur undFeld gefunde, preiswerte Bahaufungen zu fdjaffen, die fie von ihren Arbeits-karten rafdb und billig erreichen können, werden wir hoffen können, auchwieder kräftigere, gefundere, lebensfreudigere Generationen heranwachfenzu feben. Deshalb haben wir alle Veranlagung, wo uns irgend Gelegenheitdazu geboten ift, die Beftrebungen, welche auf Errichtung von Gartenftädtengerichtet find, tatkräftig zu unterftüljen.

Die Bedeutung der genoJTenfcbaftlicrjen

Gartenftadtbewegung für die Frauen und Kinder

der Induftrie-Ärbeiterrdjaft.

Von Dr. Maria Baum, Düffeldorf.

Es gibt ein Buch, die Chronik aus der Sperlingsgaffe, das die Poefieder kleinen engen Stadtftraße wieder fpiegelt. Als ülilhelm Raabe esfcbrieb, fcbaute er mit dem Äuge des Künftlers, nicht dem des Volks-wirtes. Aber auch für den Dichter ift es kein 3 u fall, daß die Schilderung umviele Jahrzehnte zurückliegt. Die Chronik der heutigen ftädtifcben Äcker-oder Flurftraßen d. rj. der Straßen, die wie Pilze aus der Erde wacbfen, dort,wo im Vorjahre noch Äcker oder Flur lag, die könnte felbft unter derßand eines gottbegnadeten Künftlers kein poetifches Leben empfangen. Siewürde nur vor Enge und Dürftigkeit, von Sorgen und graueftem Alltagberichten können. Niederdrückendfte Enge für die, die irjr nicht entfliegenkönnen, und das find in erfter Linie die Frauen und die Kinder, derenLeben weit mehr, als das des Mannes, mit dem Fjaufe, der (üotmung ver-knüpft bleibt.

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