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Die deutsche Gartenstadtbewegung : zusammenfassende Darstellung über den heutigen Stand der Bewegung
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Die häufigere Entpebung muperbafter Gartenftadtpedlungen wird über-dies aud) die private Bautätigkeit und Cerrainunternebmung nötigen, pd)wie wir dies fd)on jetjt beobachten wenigftens äußerlich einigermaßenden Grundfätjen der Gartenftadtbewegung anzupaffen. Ängepd)ts alles deffenift es nicht zu kürjn, von einer neuen Äera unferes Städtebaueszu fprecben, welche die Gartenftadtbewegung berauffübren wird.

Geben weiter, wie es von den Vertretern der Gartenftadtbewegunggefordert wird, alle die vorgenannten Beftrebungen ßand in r)and mit einergroßzügigen Dezentralifations- und Änfiedlungspolitik, fo bedeutet das zu-gleid) eine energifche und auspchtsvolle Arbeit an dem großen Problem,wieder eine volkswirtfchaftlich richtigere Verteilung unferer Bevölkerung undGewerbetätigkeit über die einzelnen Landesteile und die einzelnen Größen-klaffen von Orten zu fchaffen und fomit großartige ^neue Möglichkeiten fürInduftrie und Landeskultur zu verwirklichen.

Gartenftadt und Qeimatfcl)u^.

Von Prof. Dr. Carl Johannes Fuchs, Cübingen.

Die ganze ftädtifche Siedlungsweife bedarf in Deutfcbland zum 3weckeder aus bygiemfchem und vor allem moralifcben Gründen notwendigen

Befreiung von der jetzigen Vorberrfcbaft des großen Mietsbaufes undder Mietskaferne in den Bebauungsplänen und Bauordnungen nidbt nur derGroßftädte, fondern auch fcbon der Mittel- und Kleinftädte einer voll-ftändigen tiefgreifenden Reform in der Richtung auf die englifche (Xlobn-weife bin- Dafür ift die Gartenftadtbewegung ein Faktor von derallergrößten Bedeutung; Jle ftellt unmittelbar ein unbeftrittenes Ideal des(Xlohnens in der Cbeorie wie in der Praxis in ihren fcbon unternommenenSiedlungen, vor Äugen, das zwar nicht für die ganze Bevölkerung erreichbarift, dem aber die künftige Geftaltung auch der anders geartet bleibendenftädtifchen (Hobnweife pd) wenigftens nach Möglichkeit annähern foll, unddeffen wacbfende Verwirklichung vor allem den Lüandel in der (Xlobnpttewird b^beifübren bdfen, der das (Höhnen in Mietskafernen in einerboffentlich nicht zu fernen 3 u kunft unmöglich machen muß. Aber dieGartenftadt befeitigt nicht nur direkt die bygienifdjen und moralifcbenSchäden des Maffenmietsbaufes, fondern fie bedeutet auch indirekt einen Fort-fd}ritt in beiden Beziehungen, weil das (Xlobnen in ihr zu einer Verminderungdes Kneipenlebens und des Älkobolismus fübrt mit allen bygienifdben undmoralifcben Folgen.

Ift fo die Gartenftadtbewegung von großer Bedeutung für die(Xlobnungsfrage und (Xlobnungsreform, fo ebenfo aud) für eineandere, nah damit pd) berührende Kulturbewegung unferer Cage, denBeimatfcbujj. ülohl pnd die 3 u f ammen bänge \)'m etwas komplizierter,denn die Äusdebnung des für Siedlungszwecke bei gartenpadtmäßigerSiedlung erforderlichen Areals bedroht unzweifelbap mand)e jetjt und ohnepe immer unberübrte landfd)afüid)e Sd)önbeit, befonders manche (Hald-einfamkeit und wirkt fomit in gewiffem Maße dem ßeirnatphutj entgegen.Bleibt indeffen die Gartenpadtbewegung in den künftlerifd)en Bahnen, die pe

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