47'2 Codex. Li. III. Tit. 29. Dt inqfficiosis donalionibm.
shwerde] über liebloses Testament seine Flüchten, erfülle« 09 ).Geg. d. 1. Mai 286, «. d. obigen (Jons. >
7. Dieselben K. an Ammi anu».
Wenn deine Mutter ibr Vermögen dadurch, dass sie mitverschwenderischer Freigebigkeit gegen deinen Bruder demsel-ben ihren ganzen lleichthiiui hingab, so erschöpft hat, dass dilnicht [einmal] die Hälfte des vierten Theils (Pilichttheils),welche zur Ausschliessung der Beschwerde über liebloses Te-stament rücksichtlich deiner hinreichen würde, durch die Schen-kungen, welche sie dir gemacht hat, erhalten hast, so wirdDas, was unmässig geschehen ist, widerrufen werden. Geg.d. 11. Mai (286), u. d. obigen Cons.
8. Dieselben K. u. die Cäsar, an Auxano.
Wenn es augenscheinlich erhellt, dass deine Mutter, umdie Beschwerde über liebloses Testament zu umgehen, ihrVermögen durch Schenkungen, welche sie an einen einzigenSohn gemacht hat, erschöpft habe, so wird, — ■ weil es dieVernunft fordert, dass einer Beschwerde gegen die AbsichtenDerjenigen Raum gegeben werde, welche durch listige Mittelihrem letzten Willen vorzugreifen suchen, und ihren Kinderndie Möglichkeit, Riagen anzustellen, entziehen, — Das, wasgeschenkt worden ist, nach Verhältniss des vierten Theils(Pilichttheils) 10 °) nach dem Muster, wie es bei einein als lieb-los ersviesenen Testament gehalten wird, vermindert werden.§. 1. Freilich, wenn eine .Ehefrau Das, was ihr von ihremEhemanne zur Zeit der Ehe als Schenkung zugewendet wor-den ist, ihrem gemeinschaftlichen aus der väterlichen Gewaltentlassenen Sohn, mit Einwilligung des Eigenthümers 101 ), ge-schenkt hat, so ist es der Vernunft gemäss, dass dies so an-gesehen werde, als wäre es aus den Gütern* des Vaters gege-ben worden, da es nicht hat aufhören können, zu dem Ver-mögen desselben zu gehören, indem sein eheliches Verhältniss[mit der Beschenktew] es "Linderte. Wenn man nun rücksichtlichdes Vermögens desselben dasselbe listige Mittel und denselbenErfolg entdecken sollte, so würde die gesetzliche Vorschrift,
99) I). h. dir die quercla inofßciosae donalionis ertheilen.
100) l'ru ralione ijuartaa, d. li. Wohl insoweit, als es die Ergän-zung des PfltchttheiU nothwendig macht. S. v. Glück VII-S. 112. u. Francke a. a, O. S. 526.
101) I). h. des Ehemannas; denn da die Schenkung, als einezwischen Ehegatten vorgefallene, nicht gelten konnte, so blie"er Eägenthiimer und die geschenkten Sachen gehören auch ftr-Her zu seinem Vermögen.