Codex. L. II. Tit. 14. Ke Kccat polcntloribus patruciniitm clc. 335
gerichtlichen Streitigkeiten lieber ihren gewöhnlichen Lauf ha-ben, als sich auf die Beihülfe der mächtigeren Häuser stützenmöchten. Wun ist es bekannt, dass er (Claudius) so sehrdurch Anfrage/i der Provinzialen [zu dieser Verordnung] be-Wogen worden sei, dass er die Stalthalter der Provinzen zuWächtern über diese Verordnung, und, für den Fall, dassdiese Vorschrift hintenangesetzt worden wäre, zu Rächernderselben bestellt hat, so dass nämlich sie gegen die Actorenoder Procuratoren, welche sich zum Beistand in Rechtshändernentweder umsonst hätten gebrauchen, oder erkaufen lassen 7Ä ),mit einem strengen Urtheil verfahren sollten. Da demnachAlle insgesammt und insbesondere die geringeren Leute beidieser Sache betheiligt sind, indem dieselben oft durch dieUngehörige DazwischenLunft von Mächtigen gedrückt werden,so wirst du [in einem solchen Falle] unter den streitendenParteien Untersuchung anstellen müssen. Auch magst du nichtiurchten, die Rechte des viri clarissimi 76 ) zu beeinträchtigen,da der höchstselige Claudius den Statthalter der Provinzzum Richter in einer solchen Sache, und, wenn es die Um-stände erfordern würden, zum Rächer ausdrücklich bestellt hat.Geg. d. 10. Sept. 287, u. d. (oten u. 4ten) C. d. K.2. Die K. Honorius u. Theodosius an Joannes, Praef. Traet.Wenn Klagen irgend einer Art auf mächtigere Personen
übertuen sein werden "), so sollen die Gläubiger mit dem
75) ,.f cJ ™< fe »" 0 »> Vgl. Mühlenbruch a. a. O. S. 352 f. A.-1.3 u: .V 355 11., wo er diese und die folgende C. vortrefflich
erläutert hat. °
76)Wenn behauptet wird, dass clarissimi erkauft worden seien.öle Waren nämlich der Gerichtsbarkeit des J'racses proviticiae(an einen Bolchen ist. wahrscheinlich diese (\ gerichtet) ei-gentlich nicht unterworfen. S. L. 2. C. de off] rect. prov. 1.40. u. tu. C. ubi senat. v. cl. 3. 24.
11) St-------- aeiioncs — ad polcnliorum fuerint delatae perso~
na*. Dies verstund man früher gewöhnlich von wirklichen Ces-MOnen, und daraus hat sich der bekannte Salz gebildet: dass^«ssionen in polcntiarcm nichtig seien, welchen Einige nur aufoiosc Cessioneu beschranken, Andere dagegen weiter ausdeh-.!."• »• Mackeldey Lehrfl. d. b. R. lt. §. 335. uro. i. 2.
aber rV Ut i Sy "- L d> P- Rl §> 8t * l ' Bd ' Sl °' 2> " (7 " Aufl *>' DassIien Mrk'i " ez 'ehiing auf wahre (Zessionen ganz falsch sei, ha-ue,, jviulile,,!,,.,,,,|, .,, a {) g 358 ir . u . Gastetdipg alt.
"• ",,'V, '"• d - Hcchtsg. XU. 2. S. 436 ff. auf das tftber.„.,,'?, ' ,!lr g<'lhan j namentlich geht flies aus den Schlüss-el., r i dl ° UII(J daraus hervor, dass dann doch nichtkiin * w B 'J n,it deB Vel 'l ust der Forderung bedroht seinMi'l i i 1St Tie,I nehr das Iraiisfcrrc aeiioncs entweder mitu ii I e ii b r u c h von simnlirteu Cessioneu, oder mit G c s t c r-st> ? von der Ueberttagung aum Behuf eines blossen Bei-standes zu verstehen.