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5 (1832)
Entstehung
Seite
189
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Codex. L. I. Tit. 17. Dt vetere jure cnuclcando elc. 189

mit Scharfsinn einzelne Abweichungen aufsuchte, denn dann»st etwas Neues hinzugefügt oder auf eine verborgene Weise»i der Stelle selbst enthalten, was den Verdacht des Wider-spruches beseitigt und der Sache eine Wendung- giebt, die je-dem Zweifel begeguet. §. 16: Sollte aber vielleicht etwasausgelassen worden sein, was unter so vielen Tausend (ein-zelnen Stücken) gleichsam auf dein Grunde verborgen lag, und»ich zur Aufnahme geeignet hätte, jedoch wegen seiner Ver-borgenheit natürlicher Weise nicht mit aufgenommen wer-den konnte, wer würde dies ernstlich tadeln wollen ? dennIheils war hieran die Uiivollkominenheit des menschlichen Gei-stes Schuld, theils die Beschaffenheit der Stelle selbst, welcheans vielem Unnützen, dem sie beigefügt war, nicht herausgesuchtWerden konnte, theils endlich ist es weit besser, einiges«rauchbare wegzulassen, als den Leser mit vielem Uefoer-uiissigen zu belästigen. §. 17. Aber etwas Bewundernswür-diges ist aus diesen Büchern hervorgegangen, nä'ihlich dass, diefrühere Mannigfaltigkeit weniger Nutzen gewährt, als die ge-genwärtige Kürze; denn diejenigen, welche damals Processeh'ilirten, brachten dieselben, obwohl viele Gesetze vorhandenWaren, doch nur mit Hülfe weniger zum Ende, entweder we-gen Mangels an Bechtsbüchern, welche sie sich unmöglichverschaffen konnten, oder wegen ihrer Unbekanntschaft mitdenselben, und die Bechtsstreitigkeiten wurden mehr nach der»Villkühr der Bichter, als nach dein Ausspruch der Gesetzeentschieden. Bei der gegenwärtigen Sammlung Unserer Pan-dekten aber sind die Gesetze aus vielen Büchern genominen,deren Namen selbst die, welche früher lebten, weder gekanntnoch jemals gehört haben und die Sammlung ist aus so reich-haltigen Materialien geschöpft worden, dass die grosse Menge,die sich in der altern Zeit vorfindet,' nur dürftig gegen diegehaltvolle Kürze der «nsrigen erscheint. Den Zugang zuden Schriften der altern Bechtsgelehrten, von welchen viele«elbst den gelehrtesten Personen unbekannt waren, hat aberbesonders Tribonianus, dieser ausgezeichnete Mann, er-öffnet; sie wurden alle durchgelesen, die brauchbarsten Stücke"derselben ausgezogen und in diese Unsere treffliche Bechts-K'iinmluiig aufgenommen. ■ Aber die Verfasser dieses Werkes' eu nicht nur diejenigen Schriften durchgelesen, aus wei-nen besetze (in die Sammlung) aufgenommen worden sind,sondern auch die, welche sie nach richtiger Ansicht verwerfennuissten, we il sie nichts Neues oder Brauchbares darin vor-»nd en) wa g s ; e j,Stten ausziehen und in Unsere Pandektenanhiehuien können. §. 18. Weil aber nur das, was von Gott•°uunt, wahrhaft vollkommen ist, der menschliche Bechtszn-

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a nd aber sich unaufhörlich verändert uud nichts darin gefn