CODEX« L. I. Tit. 7. De Aposlalis.
Siebenter Titel.
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De Apo8tatia.
(Von den Ahlriinnigen.)
Der Kaiser Constantius und der Caesar Julianus anden Thalassius, l'raef. l'raet.
Wenn ein Mitglied der christlichen Kirche dieselbe ver-legst und Jude wird, sich den Zusammenkünften der Ungläu-bigen anschliesst und die gegen ihn erhobene Anklage sichals wahr erweist, so sollen seine Güter dem Fiscus anheim-fallen. Geg. zu Mailand, am 3. Jul. 357, unter dem 9teilConsulate des Kaisers Constantius und dem 2ten desCaesar Julianus.
2. Die Kaiser Graiianus, V alentinianus und Theodo-«tu« an den llypatius, l'raef. l'raet.
Wenn Jemand einen Verstorbenen der Verletzung derchristlichen lleligion oder der Abtrünnigkeit von derselben an-klagt und behauptet, dass derselbe die heidnischen Tempelbesucht habe, oder zu dem Gottesdienste der Juden überge-gangen und deshalb unfähig gewesen sei, ein Testament zuerrichten, so muss er innerhalb eines fortlaufenden ZeitraumesTon 5 Jahren, welcher (überhaupt) für inofiieiöse llechtsinittelfestgesetzt ist, seine Klage erheben und kann hierauf des An-fanges der rechtlichen Verhandlungen gewärtig sein. Geg. zuPadua, am 21. Mai 382, unter dem 2teu Consulate des Mero-baudes und dein des Saturnin.ua.
3. Die Kaiser V alentinianus, Tlicodosius und Arcadiusan dien Flavianus, l'raef. l'raet.
Die, welche am heiligen Glauben zu Verrä'thcrn gewor-den sind und die heilige Taufe durch abergläubische Ketze-reien entweihet haben, sollen von dem Verkehre gänzlichausgeschlossen, zu Ablegung eines Zeugnisses und zu Er-richtung eines letzten Willens, wie Wir schon früher ver-ordnet haben, unfähig sein, Niemanden beerben und vonNiemandem zu Erben eingesetzt werden können. Wir wür-den auch dergleichen Personen an weit entfernte Orte sen-den und verbannen, wenn Uns nicht die Strale härter dünk-te, dass sie unter Menschen bleiben müssen, ohne sichdoch ihres Umgangs zu erfreuen. Niemals aber sollen sie inihre vorigen Verhältnisse wieder eintreten, noch auch durchReue ihr Verbrechen büssen oder dasselbe unter gesuchtenAusflüchten und Entschuldigungen verbergen können, weilUie, welche den Glauben, den sie Gott zugewendet halten,entheiligt und sich, als Verräther an den göttlichen Geheim-